Deus

Ob in Ridley Scotts “Prometheus”, dem mit George Clooney prominent besetzten “Solaris” oder dem trashig-charmanten Weltall-Horror “Event Horizon” – die unendlichen Weiten des Alls laden, bei all den Schauwerten, auch immer wieder dazu ein, sich mit philosophischen Fragen auseinanderzusetzen. Auch Steve Stones Ausflug in den Sternenhimmel widmet sich einer der größten Fragen der Menschheitsgeschichte – und zwar nach der Existenz Gottes.

Deus ©Pandastorm Pictures

Handlung

Als das Raumschiff Achilles auf eine unbekannte schwarze Sphäre stößt, stellt der mysteriöse Himmelskörper die sechsköpfige Besatzung vor ein gewaltiges Rätsel – vor allem als sie einen Funkspruch erhalten, der nur ein einziges Wort beinhaltet: Deus – Gott! Die Analyse unter dem Befehl von Captain Karla Grey bringt das Team nicht weiter, doch dafür reihen sich seltsame Vorkommnisse, die das Wohl der Crew zu bedrohen scheinen.

Deus ©Pandastorm Pictures

Kritik

Was der britische Regisseur Steve Stone in seinem Science-Fiction-Film “Deus” mit einem geringen Budget auf die Beine gestellt hat, ist schon beeindruckend und muss den direkten Vergleich mit deutlich höher budgetierten Blockbustern made in Hollywood keinesfalls scheuen. Wenn man bedenkt, dass Roland Emmerich unglaubliche 140 Millionen US-Dollar in seiner Sci-Fi-Gurke „Moonfall“ förmlich verbrannt hat, wirkt Stones Low-Budget-Weltraum-Thriller rein optisch nahezu makellos. Gerade die Außenaufnahmen der Raumstation und die faszinierenden Weiten des Alls sehen fantastisch aus und zeigen sich im Wechselspiel mit einem epischen, vor sich hin wandernden Score maßgeblich für die Atmosphäre des Films verantwortlich.

Deus ©Pandastorm Pictures

Leider gibt “Deus” diese Qualität beim Betreten des Inneren der Raumstation an der Tür ab. Die sterilen Kulissen der futuristischen Station wie auch das Kostüm-Design wirken eher billig und bereiten das Publikum schon einmal darauf vor, wie es fortan auch inhaltlich weitergehen wird. Ähnlich wie die Ausstattung können auch die Darsteller*innen und der Plot die Epik, die die Bilder und die musikalische Untermalung mit sich bringen, zu keinem Zeitpunkt widerspiegeln. “Deus” verfolgt zwar einen durchaus spannenden, philosophischen Ansatz, weiß damit aber wenig anzufangen. So kommt es, dass sich blasse Figuren, gespielt von einem amateurhaften Cast, durch einen erschreckend langweiligen, ereignislosen Plot bewegen, ohne die aufgeworfenen Fragen zufriedenstellend aufzuarbeiten.

Deus ©Pandastorm Pictures

Fazit

Außen hui, innen pfui!

Bewertung: 2 von 5.

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