Das Licht, aus dem die Träume sind

In einem Land vor unserer Zeit. Auch wenn Filmemacher wie Ari Aster oder Martin Scorsese auch heute noch für manche ihrer Werke auf analogen Film zurückgreifen, ist die Zeit des Zelluloids längst Vergangenheit. Für den Nostalgiker Pan Nalin Grund genug, das vergessene alte Kino gebührend zu feiern und sich tief vor der Kunst des Filmhandwerks zu verneinen. In „Das Licht, aus dem die Träume sind“ lässt der indische Regisseur das Gefühl einer längst vergangene Zeit wieder aufleben und nimmt seiner Zuschauer*innen mit auf eine magische Reise, noch bevor die Digitalisierung Einzug in die Welt des Kinos erhielt und Film noch ein greifbares, lebendiges Medium war!

Das Licht, aus dem die Träume sind ©Neue Visionen Filmverleih GmbH

Handlung

Als der 8-jährige Samay zum ersten Mal einen Kinosaal betritt, ist es um ihn geschehen. Als Kind einer einfachen Familie, irgendwo in einem kleinen ländlichen Dorf in Indien, fehlt es einerseits an Geld, aber auch am Verständnis der Eltern dafür, dass Samay seiner Leidenschaft, dem Kino, nachgeht. Zum Glück gibt es da den herzlichen Filmvorführer Fazal, der Samay einen Deal anbietet und ihn im Gegenzug zu den leckeren Speisen seiner Mutter heimlich im Vorführraum den Vorführungen beiwohnen lässt. Doch das Filmeschauen alleine reicht ihm schnell nicht mehr aus. Er will sie selbst vorführen, oder besser noch, er will selbst Filme drehen!

Das Licht, aus dem die Träume sind ©Neue Visionen Filmverleih GmbH

Kritik

Pan Nalins Coming-Of-Age Geschichte ist eine Liebeserklärung an das Kino und das Medium Film, voller Magie und Sehnsucht. Angereichert um autobiografische Anleihen an seine eigene Kindheit und dem Aufkeimen des Wunsches eines Tages selbst andere Menschen mit seinen Geschichten zu verzaubern, erzählt er von einem kleinen Jungen, der sich in der Welt des Kinos verliert und sich dabei selbst findet. Das Ergebnis ist eine liebevolle Hommage an das klassische Kino in warmen Farben und viel Liebe zum Detail.

Das Licht, aus dem die Träume sind ©Neue Visionen Filmverleih GmbH

Kino als lebender Organismus. Das Rattern der Projektoren, die gleißenden Lichter und das sich durch die mechanischen Apparaturen schlängelnde Zelluloid fusionieren zu einer organischen Einheit und bringen nicht nur Kinderaugen zum Staunen. „Das Licht, aus dem die Träume sind“ gelingt es dabei dieselbe kindliche Faszination, die Samay erlebt, auch auf sein Publikum zu übertragen. Wer Filme liebt, darf das warmherzige Feel-Good-Drama auf keinen Film verpassen!

Das Licht, aus dem die Träume sind ©Neue Visionen Filmverleih GmbH

Fazit

Aus Liebe zum Film!

Bewertung: 3.5 von 5.

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