The Terror Room

Mit Filmen wie dem 2007 erschienenen „Disturbia“ oder dem mit Angelina Jolie in der Hauptrolle besetzen „Taking Lives“ ist der US-amerikanische Regisseur D. J. Caruso längst kein Unbekannter mehr im Thriller-Genre. Nach Ausflügen in den Hochglanz-Trash mit „xXx: Die Rückkehr des Xander Cage“ und kleineren Erfolgen an den Kinokassen („Ich bin Nummer Vier“ und „Eagle Eye“) nimmt Caruso für sein neues Werk ordentlich den Fuß vom Gas und besinnt sich zurück auf die Kraft minimalistischer Mittel – mit durchwachsenem Erfolg!

The Terror Room ©SquareOne Entertainment

Handlung

Im Haus ihrer verstorbenen Großmutter quietscht und ächzt es an allen Ecken und Kanten. So entpuppt sich auch eine kleine Abstellkammer, deren Tür, sobald sie einmal verschlossen ist, sich von innen nicht mehr öffnen lässt, als Gefängnis ohne Entrinnen. Das muss auch Jessica feststellen, als sie plötzlich abgeschottet von ihren beiden kleinen Kindern hinter verschlossenen Türen festsitzt. Zum Glück taucht ihr Ex-Freund Rob auf und befreit sie aus dieser misslichen Lage. Doch das Glück ist nicht von langer Dauer. Nach einem Entzug hat Jessica ihrem drogensüchtigen Ex-Partner und ihre eigene Abhängigkeit hinter sich gelassen – und Rob ist alles andere als zufrieden mit der Situation. Nach einem Streit steckt er seine Verflossene prompt erneut in die Kammer und lässt sie alleine im nicht beheizten, alten Haus zurück. Während nach einigen Stunden die Kälte und der Hunger vor allem den abgeschotteten Kindern zu schaffen machen, lauert noch eine weitere Gefahr in den eigenen vier Wänden. Der pädophile Sammy wittert seine Chance, die unbeaufsichtigten Kinder ganz für sich alleine zu haben…

The Terror Room ©SquareOne Entertainment

Kritik

Den Begriff Kammerspiel darf man beim klaustrophobischen Thriller des „Disturbia“-Regisseurs durchaus wörtlich nehmen, schließlich spielt sich der Großteil des rund eineinhalbstündigen Spielfilms in einem kleinen Kämmerchen ab. Durch den limitierten Schauplatz und dem Fokus auf die alleinerziehende Jessica liegt es zu großen Teilen an der eher unbekannten Rainey Qualley, die knappe Laufzeit mit Leben und Emotionen zu füllen. Das gelingt der Amerikanerin erstaunlich gut, vor allem im direkten Vergleich zu ihren männlichen Antagonisten, die weder mit charakterlicher Tiefe noch mit schauspielerischen Höchstleistungen überzeugen können. 

The Terror Room ©SquareOne Entertainment

Nochmal ein gutes Stück ärgerlicher fällt jedoch die Rolle der Kinderfiguren aus. Während Jessicas jüngster Nachwuchs aufgrund des jungen Alters lediglich als Kind-in-Not herhalten muss – was natürlich vollkommen ausreichend ist – sorgt ihre ältere Tochter immer wieder für anstrengende Situationen und strapaziert dabei das Nervenkostüm des Publikum – und das nicht auf die positive, sondern auf die “Kind-macht-im-Restaurant-eine Szene”-Art. Was dem etwas zu konstruiert wirkenden Drehbuch fehlt, macht D.J. Caruso jedoch mit einer einwandfreien Inszenierung wieder wett. “The Terror Room” sieht nicht nur einwandfrei aus, sondern bietet darüber hinaus auch noch ein durchaus atmosphärisches Ambiente und ein solides Spannungsniveau.

The Terror Room ©SquareOne Entertainment

Fazit

Ein atmosphärisches Kammerspiel mit schwachem Skript!

Bewertung: 2.5 von 5.

Wie hat Dir „The Terror Room“ gefallen?