Hat Harry Styles seinen Co-Schauspieler Chris Pine bei der Weltpremiere von „Don’t Worry Darling“ nun angespuckt oder nicht? Was lief da wann und wie zwischen Regisseurin Olivia Wilde und dem ehemaligen „One Direction“-Mitglied und ist der Mysteryfilm nun tatsächlich ein Film geworden, der sich anfühlt wie „a real, like, you know, ‘go to the theater’ film movie”? Wer auf der Suche nach Antworten auf den unnötigen Klatsch und Tratsch rund um „Don’t Worry Darling“ ist, sollte an dieser Stelle aufhören zu lesen – heute soll es nur um den Film gehen!

Handlung
In einer perfekten Vorstadtidylle führt Alice (Florence Pugh) ein scheinbar ideales Leben an der Seite ihres charmanten Ehemanns Jack (Harry Styles). Doch als sie beginnt, geheimnisvolle und beunruhigende Hinweise auf eine dunkle Realität hinter der Fassade ihres scheinbar perfekten Lebens zu entdecken, gerät ihr Weltbild ins Wanken. Während Alice tiefer in das Geheimnis eintaucht, wird ihr klar, dass die Wahrheit ihrer Umgebung weit über das hinausgeht, was sie sich je hätte vorstellen können.

Kritik
„This is a Mens World“! Während sich der erste Schluck des torfigen Scotchs, bereits an der Haustüre durch die herausgeputzte Ehefrau überreicht, langsam die Kehle hinunter brennt, erfüllt ein appetitanregender Duft des aufwändig gekochten Vier-Gänge-Menüs das geräumige Haus. So schmackhaft die bevorstehende Mahlzeit auch sein mag, muss sie doch zugunsten eines leidenschaftlichen Vollzugs der Ehe auf dem Küchentisch weichen und landet prompt auf dem blitzeblanken Fußboden. In den 50er ließ man(n) es sich gut gehen – zumindest in der Vorstellung!

„Booksmart“-Regisseurin Olivia Wilde verpackt ihre feministische Botschaft über weibliche Unterdrückung und veraltete Rollenbilder in sonnendurchflutete Bilder einer perfekten Vorstadtidylle der 50er-Jahre und sieht dabei schlichtweg fantastisch aus. Doch nicht nur cineastisch scheint die bunte Welt, in die uns „Don’t Worry Darling“ entführt, makellos. Die äußerlich perfekte Scheinwelt offenbart nämlich schon früh erste dunkle Geheimnisse, die sich letztlich in einem zwar recht erwartbaren, dafür aber nicht weniger effektiven Twist wipfeln, der die Geschehnisse nochmal auf links dreht.

Bis dahin ist Olivia Wildes Mysteryfilm – sie selbst ist auch in einer Nebenrolle zu sehen – zwar nicht frei von Längen, überzeugt dafür aber mit einem gut aufgelegten Ensemble namhafter Darsteller*innen. Während Florence Pugh wie gewohnt heraussticht und erneut beweist, was für eine begnadete Schauspielerin sie ist, kann vor allem Chris Pine in seinen wenigen, aber intensiven Momenten unglaublich glänzen. Letzten Endes ist „Don’t Worry Darling“ zwar bei weitem nicht perfekt und gewinnt dem Genre keine großen neuen Facetten ab, bietet dafür aber unterhaltsame Mystery mit doppeltem Boden. Sehenswert!

Fazit
Unterhaltsame Mystery mit starken Darsteller*innen!
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