Mit seinen Auftritten im Neo-Noir-Thriller „L.A. Confidential“ und Christopher Nolans Mindfuck-Film „Memento“ bewies Guy Pearce in seiner noch jungen Karriere ein unglaublich gutes Händchen, was die Wahl seiner Rollen anging und doch ließ der große Durchbruch auf sich warten. Ob der mittlerweile 55-jährige Schauspieler mit „The Infernal Machine“ seine glorreichen Zeiten wieder aufleben lassen wird, bleibt zu bezweifeln…

Handlung
Eine echte Karriere als Buchautor hatte Bruce Cogburn nie. Sein erstes und einziges Werk „The Infernal Machine“ entpuppte sich vor vielen Jahren zwar sofort als absoluter Bestseller, doch dieser Ruhm war nur von kurzer Dauer. Ein Teenager sah in den Zeilen seines Romans versteckte Botschaften, die ihn dazu brachten, vielen Menschen das Leben zu nehmen. Heute lebt der in die Jahre gekommene Schriftsteller zurückgezogen und einsam in der Einöde – fernab der Schlagzeilen und Anfeindungen der Öffentlichkeit. Bis auf unzählige Briefe eines besessenen Fans hat er kaum Kontakt zur Außenwelt. Als diese immer aufdringlicher und fordernder werden, versucht Bruce die Identität des Schreibers herauszufinden – und stößt dabei auf schreckliche Erkenntnisse!

Kritik
Dass Regisseur und Drehbuchautor Andrew Hunt ein großer Fan des literarischen Schaffens von Stephen King ist, merkt man seinem reduzierten Psychothriller „The Infernal Machine“ schon beim erzählerischen Grundgerüst an. Ein vom Leben gezeichneter Schriftsteller mit Schreibblockade mitten in einer Schaffenskrise, eine mysteriöse Bedrohung und ein schreckliches Geheimnis – alles Zutaten, die man so auch in einem Buch des Masters of Horrors erwarten würde. Das Ergebnis ist ein generischer Thriller nach dem Baukastensystem, der leider nicht annähernd so clever ist, wie er gerne wäre.

Nun reicht die Präsenz eines konstant auf hohem Niveau agierenden Guy Pearce zwar aus, um dem eigenbrötlerischen Protagonisten ein gewisses Maß an Leben einzuhauchen, gegen die limitierte Figurenzeichnung ist aber auch er machtlos. Diese Oberflächlichkeit spiegelt sich auch im gesamten Plot des Paranoia-Thrillers wider, angefangen bei den konstruiert wirkenden Entwicklungen bis hin zur unspektakulären Auflösung. Die lässt einen erhofften Aha-Moment komplett vermissen, welcher „The Infernal Machine“ zumindest auf den letzten Metern noch etwas aufwerten hätte können.

Fazit
Ein zäher Psychothriller!
Ab dem 20.10.2022 als VoD und Download!
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