62 Tore in 121 Länderspielen, fünf italienische Meistertitel, vier in Frankreich und viele weitere in Europa verteilt. Die Erfolge des schwedischen Nationalspielers Zlatan Ibrahimović sprechen für sich. Doch auch abseits seiner sportlichen Erfolge sorgte der 1,95 Meter große Mittelstürmer für allerhand Aufsehen! Streitigkeiten mit Mitspielern, Handgreiflichkeiten auf dem Spielfeld und ausfallende Aussagen in Interviewsituationen – die Liste der Fehltritte Ibrahimovićs liest sich ähnlich lang wie die seiner fußballerischen Errungenschaften. Nichtsdestotrotz – oder gerade deswegen – entwickelte er sich im Laufe seiner Profi-Karriere zur Kultfigur und Fan-Liebling von Millionen Zuschauer*innen. Das autobiografische Drama “I Am Zlatan” interessiert sich jedoch um die Kindheit und die Anfänge seines Werdegangs und gewährt dabei intime Einblicke in das Leben des Fußballers.

Handlung
Trotz seines immensen fußballerischen Talents steht sich der junge Zlatan Ibrahimović häufig selbst im Weg. Mit seiner aufbrausenden Art und seinem großen Ego hatte er es schon in jungen Jahren nicht leicht. Doch die Liebe zum Fußball und sein starker Wille sollen sich letztlich doch auszahlen.

Kritik
Es ist natürlich keine große Überraschung, dass das Drama über den ehemaligen schwedischen Nationalspieler Zlatan Ibrahimović speziell auf die Vorlieben von Fans des Ballsports zugeschnitten ist. Abseits der authentischen Fußball-Bezüge ist das auf der gleichnamigen Autobiografie basierende Drama „I am Zlatan“ jedoch ziemlich erwartbar geraten. Wie auch das Bestseller-Buch von David Lagercrantz und Zlatan Ibrahimović widmet sich das Biopic der Zeit vor der großen Karriere der Fußball-Ikone und erzählt aus der Kindheit und Jugend des nicht immer pflegeleichten bosnischstämmigen Ausnahmetalents. Im Fokus steht hier die Liebe zum Sport und das Streben nach Glück..

Keine großen Überraschungen, aber auch keine Fehltritte. “I Am Zlatan” ist in allen filmischen Aspekten durch und durch solide geraten. Die Darsteller*innen überzeugen, die Inszenierung wirkt stets wertig und die Erzählung ist schnörkellos und routiniert. Das hinterlässt zwar keinen bleibenden Eindruck, sorgt während der Laufzeit von 102 Minuten aber für kurzweilige Unterhaltung und scheut dabei nicht die Konfrontation mit den Schattenseiten Ibrahimovićs, auch wenn diese doch sehr oberflächlich behandelt werden. Das macht “I Am Zlatan” zu einer klassischen Außenseitergeschichte, die man sich gerade als Fußballfan nicht entgehen lassen sollte.

Fazit
Solides Biopic!
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