The Pink Cloud [2021] Kritik

Hand aufs Herz! Wer hätte bei den ersten Meldungen über einen neuartigen Virus mit dem Namen Covid-19 gedacht, was für ein langes Martyrium auf die Menschheit zukommt. Nach mehreren Lockdowns, Kontaktbeschränkungen und Einschränkungen, ist zwischenzeitlich endlich wieder Normalität eingekehrt. Doch das Virus hat nicht nur gesundheitliche und wirtschaftliche, sondern auch psychologische Spuren hinterlassen. Kaum vorstellbar, welche Folgen eine nochmal deutlich tödlicher und dabei weitaus länger anhalte Gefahr außerhalb der eigenen vier Wände anrichten könnte…

The Pink Cloud ©Lighthouse Film

Handlung

Für Giovana und Yago endet ein vermeintlicher One Night Stand anders als erwartet, als sie sich nach der gemeinsamen Nacht plötzlich in Isolation befinden. Wie aus dem Nichts hat sich ein mysteriöser, rosafarbener Nebel über die gesamte Erde gelegt, der, kommt man in Kontakt mit ihm, zum sofortigen Tod führt. Aus Stunden werden Tage, aus Tagen werden Wochen – und Giaovana und Yago zur notgedrungenen Lebensgemeinschaft. Ob sie wollen oder nicht…

The Pink Cloud ©Lighthouse Film

Kritik

Kaum zu glauben, dass das Drehbuch für das apokalyptische Drama „The Pink Cloud“ bereits 2017 geschrieben und noch vor dem Ausbruch der weltweiten Pandemie im Jahr 2019 abgedreht wurde. Auch wenn Corona nicht als Inspirationsquelle diente, sind die Parallelen zwischen der Lebensrealität der letzten drei Jahre und dem entschleunigten Quarantäne-Drama gespenstisch echt. Doch auch völlig losgelöst von der Realität ist „The Pink Cloud“ ein spannendes Gedankenexperiment, dass ohne den tatsächlichen Ausbruch einer ähnlichen, wenn auch nicht annähern so schlimmen Pandemie, vermutlich noch intensiver ausgefallen wäre – wir haben es schließlich am eigenen Leib erlebt.

The Pink Cloud ©Lighthouse Film

Leider ist „The Pink Cloud“ bei der Einführung in diese neue isolierte Welt nicht immer plausibel. So wird die Versorgung von lebenswichtigen Waren nie thematisiert, aber als gegeben etabliert – und das trotz des mehrere Jahre andauernden Ausnahmezustands. Denkt man sich etwas genauer hinein, macht diese Gegebenheit – wie viele andere auch – überhaupt keinen Sinn. Doch an einer wissenschaftlichen Abhandlung von wirtschaftlichen Auswirkungen ist Regisseurin Iuli Gerbase auch gar nicht interessiert. In „The Pink Cloud“ steht der Mensch im Fokus – und darin liegt auch die Stärke des kammerspielartigen Psycho-Dramas!

The Pink Cloud ©Lighthouse Film

Fazit

Außergewöhnliches Quarantäne-Drama!

Bewertung: 3 von 5.

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