The Lost City [2022] Kritik

Ein namhafter Cast bestehend aus der A-Prominenz Hollywoods in einem rasanten, komödiantischen Action-Blockbuster? Wenn das nicht nach Franchise schreit! Aber Fehlanzeige! “The Lost City – Das Geheimnis der verlorenen Stadt” ist tatsächlich ein Originalstoff ohne Franchise-Hintergrund oder Buchvorlage – und dabei mit nicht einmal 70 Mio US-Dollar sogar recht kostengünstig produziert. Was die Abenteuerkomödie mit Channing Tatum und Sandra Bullock alles so kann, erfahrt ihr hier.

The Lost City ©Paramount Pictures

Handlung

Loretta Sage ist eine der erfolgreichsten Autorinnen ihrer Zeit. Ihre erotische Abenteuer-Reihe über den gutaussehenden Helden Dash, der die exotischsten Orte der Welt bereist, erfreut sich gigantischer Beliebtheit. Ein Erfolg, der vor allem Covermodel Alan zugutekommt. Seit dieser als Aushängeschild für den fiktiven Charakter Dash auf den Einbänden der Bücher abgelichtet wurde, mutierte zum echten Popstar und Frauenschwarm. Als Loretta auf Promotour für den neuesten Ableger der kitschigen Buchreihe plötzlich von dem exzentrischen Milliarden-Erben Abigail Fairfax, in die Tiefen des Dschungels entführt wird, startet Alan eine waghalsige Rettungsaktion. Die Autorin soll Fairfax zu einem antiken Schatz der sagenumwobenen verlorenen Stadt führen. Genau der Moment für Alan, sich als echter Held zu beweisen…

The Lost City ©Paramount Pictures

Kritik

Was ist echt und was ist fake? Für Alan scheinen die Grenzen zwischen Fiktion und Realität zu verschwimmen. Wenn das tollpatschige Model, gespielt von einem gewohnt charismatischen Channing Tatum, versucht seinem alter Ego nachzueifern und sich als echter Abenteurer versucht, sind das die komödiantischen Glanzstücke von “The Lost City”. Wenn dann jedoch Szenendieb Brad Pitt für einen leider viel zu kurzen Auftritt vorbeischaut, muss sich auch Tatum hinten anstellen. Die Rolle des “Troja”-Stars ist dermaßen spaßig und over-the-top in Szene gesetzt, dass sie eigentlich nach einem eigenen Spin-Off verlangt.

The Lost City ©Paramount Pictures

“The Lost City” lebt von seinem Cast und den schrulligen Figuren. Das sieht man schon daran, dass selbst eine gestandene Darstellerin wie Sandra Bullock neben den genannten Tatum, Pitt und zu guter Letzt auch noch Daniel Radcliffe als exaltierter Milliardär, fast schon untergeht und die wenigsten Akzente setzen kann. Abseits der Charaktere sieht es dann jedoch eher unspektakulär aus. Die anfangs noch recht frische Geschichte wandelt mit fortschreitendender Laufzeit auf bekannten Pfaden und der völlig deplatzierte, weder spannende noch lustige Plot rund um die Agentin von Loretta Sage bremst die eigentliche Handlung nur aus. Am positiven Gesamteindruck ändert das jedoch wenig. Somit bietet „The Lost City“ selbstironische Abenteuer-Unterhaltung mit spielfreudigen Stars!

The Lost City ©Paramount Pictures

Fazit

Spaßige Abenteuerkomödie!

Bewertung: 3.5 von 5.

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