Keine Lust mehr auf die immergleichen am Reißbrett entworfenen Hollywood-Liebesschnulzen? Dann ist “Promises” vielleicht genau der richtige Film für dich. Auch wenn das italienisch-französische Liebesdrama von Amanda Sthers ebenfalls keinen Innovationspreis gewinnen wird und für Kenner europäischer Romanzen vielleicht ein alter Hut ist, bietet es dennoch eine schöne Abwechslung zum bekannten Mainstreamkino von Übersee.

Handlung
Als sich der Buchhändler Alexander und die Kunsthändlerin Laura auf einer Party eines gemeinsamen Bekannten zum ersten Mal begegnen, befinden sich beide in festen Händen. Trotz seiner schweren Kindheit führt Alexander zwischenzeitlich ein glückliches und geordnetes Leben, gemeinsam mit seiner Frau und den Kindern. Ein Zustand der auch Laura bevorsteht, schließlich steht sie kurz vor der Hochzeit mit einem Mann, mit dem auch sie eine Familie gründen möchte. Ein denkbar ungünstige Ausgangslage für die sprichwörtliche Liebe auf den ersten Blick, die beide just im Moment ihres Kennenlernens verbindet. Entschlossen das Richtige zu tun, entscheiden sie sich trotz der großen Begierde gegen eine Affäre, um ihr aktuelles Leben nicht auf den Kopf zu stellen. Eine Entscheidung die beiden für immer miteinander verbinden soll…

Kritik
“Promises” ist ein Film über unerfüllte Liebe, Sehnsucht und verpasste Gelegenheiten. Die Zeit spielt hierbei eine entscheidende Rolle, was sich auch in der mehrere Zeitebenen ineinander verschmelzenden Erzählweise widerspiegelt. In seiner gesamten auf Indie-Drama getrimmten Inszenierung ist das Liebesdrama definitiv etwas fürs Auge, auch wenn dabei keinen besonderen Akzente gesetzt werden. Anders verhält es sich beim Cast. Trotz Beteiligung des Vorzeige Frankreich-Exports Jean Reno, der hier mal wieder in einer europäischen Produktion zu sehen ist, sind es die beiden Hauptdarsteller*innen, die den Film tragen

Die (fruchtlose) Romanze lebt von der glaubhaften Chemie zwischen Pierfrancesco Favino und „Yellowstone“-Star Kelly Reilly, die in ihren Rollen als Alexander und Laura völlig aufgehen. Abseits der überzeugenden Darbietung der Beiden bietet der oft etwas zu melodramatische Plot wenig Substanz. Inhaltlich weiß “Promises” nämlich recht wenig zu erzählen. Für Freunde des europäischen Kinos ist das Liebesdrama auf jeden Fall eine Sichtung wert.

Fazit
Solide Romanze!
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