Come as you are [2021] Kritik

Als Asta Philpot seine Jungfräulichkeit verlor, war er 24 Jahre alt. Aufgrund einer schweren Krankheit verbringt er sein gesamtes Leben im Rollstuhl – unfähig seine Beine und seine Arme zu bewegen. Erst bei einem Besuch in einem Bordell konnte er endlich seine sexuellen Bedürfnisse ausleben. Heute tritt er als Botschafter der auf, um die Gesellschaft für das Thema zu sensibilisieren – denn Sex sollte für jeden da sein.

Come as you are ©Pandastorm Pictures

Handlung

Auch wenn sich Scotty, Matt und Mo größtenteils mit ihren körperlichen Einschränkungen arrangiert haben, sehnen sie sich doch nach einer ganz bestimmten Sache: Sex! Fest entschlossen endlich ihre Jungfräulichkeit zu verlieren, machen sie sich auf den beschwerlichen Weg in das mehrere hundert Kilometer entfernte Etablissement „Château Paradis“, das auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung ausgelegt ist.

Come as you are ©Pandastorm Pictures

Kritik

Nach einer Dokumentation von BBC und den europäischen Spielfilmen „ Hasta La Vista “ und „Adios Amigos“ ist „Come as you are“ bereits die vierte Interpretation der Geschichte von Asta Philpot. In der amerikanischen Tragikomödie machen sich Scott, Matt und Mo, drei Männer mit Behinderung, auf den langen Weg nach Montreal, um dort ein speziell für Menschen mit Behinderung ausgelegtes Bordell zu besuchen. Dabei besticht das sehenswerte Road-Movie mit einer unglaublich einfühlsamen Geschichte, die die gesamte Gefühlspalette abdeckt und trotz dem überwiegend humoristischen Ton letztlich auch zu Tränen rührt.

Come as you are ©Pandastorm Pictures

Vornehmlich wandert „Come as you are“ auf bekannten Pfaden des klassischen Teeniefilms über eine Gruppe Jungs, die endlich ihre Jungfräulichkeit ablegen möchten. Dabei arbeitet Regisseur Richard Wong seine Message aber derart clever und feinfühlig ein – und spielt gleichzeitig mit Genrekonventionen – das die Tragikomödie zu so viel mehr als nur einem weiteren „Superbad“-Ableger macht. Einzig der Fakt, dass der Haupt-Cast keine Menschen mit Behinderung aufweist, hinterlässt ein kleines Geschmäckle. Etwas schade im Anbetracht der ansonsten sensiblen Aufarbeitung des Themas.

Come as you are ©Pandastorm Pictures

Fazit

Einfühlsame Tragikomödie mit Herz!

Bewertung: 4 von 5.

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