Als Park Hoon-jung mit dem Drehbuch für den brutalen Serienkiller-Thriller „I Saw the Devil“ 2010 zum ersten Mal auf sich aufmerksam machte, etablierte er sich direkt als einer der großen Namen des südkoreanischen Kinos. Auch seine späteren Regiearbeiten fanden großen Anklang in der Filmwelt, so auch sein jüngster Film, das unterkühlte Gangster-Drama „Night in Paradise“ – ein echter Geheimtipp auf Netflix! Auf seinen 2015 erschienenen historischen Abenteuerfilm „The Tiger – Legende einer Jagd“ mussten wir in Deutschland trotzdem lange sieben Jahre warten.

Handlung
Anfang des 20. Jahrhunderts steht Korea steht unter japanischer Besatzung. Während der Witwer Chun Man-duk mit seiner Vergangenheit als Jäger abgeschlossen hat & mit seinem Sohn Seok abseits der Zivilisation haust, haben es sich die japanischen Soldaten zur Aufgabe gemacht auch noch den letzen Tiger des Landes zur Strecke zu bringen. Doch ohne die Hilfe von Chun Man-duk sind sie der Naturgewalt nicht gewachsen.

Kritik
Einerseits kann „The Tiger“ mit einer interessanten Vater-Sohn-Geschichte & den immer wieder eingestreuten gut animierten Tier-Attacken überzeugen, wirkt mit seiner langen Laufzeit & dem zähen Subplot rund um eine Gruppe Jäger aber viel zu überladen. Die Action ist brutal & mitreißend, die Grausamkeiten gegenüber den Tieren geht an die Nieren – hier positioniert sich der Film klar dagegen – und auch das Familiendrama funktioniert. Trotzdem bliebt ein Gefühl von Enttäuschung. Mit etwas Feinschliff und gut 20 Minuten weniger Spielzeit wäre hier definitiv noch mehr drinnen gewesen.

Fazit
Bildgewaltiges, historisches Abenteuer!
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