| Titel | Turbulence |
| Genre | Thriller |
| Jahr | 2025 |
| FSK | 16 |
| Regie | Claudio Fäh |
Heimkinostart: 20.03.2026
Mehr heiße Luft als echte Spannung
Was ist nur bei Olga Kurylenko los? Dem ehemaligen Bond-Girl fällt es in den letzten Jahren schwer, große Rollen an Land zu ziehen. Zwar bleibt sie ein oft gesehenes Gesicht in Film und Fernsehen, meist jedoch in kleineren Produktionen, während große Erfolge ausbleiben. Lediglich ihre Rolle in „Black Widow“ sorgte für etwas Aufmerksamkeit an den Kinokassen, fand jedoch ein unspektakuläres Ende im letztjährigen „Thunderbolts“. Ansonsten scheint sich die Schauspielerin im Horror– und Thriller-Genre wohlzufühlen, beweist allerdings auch hier nicht immer das beste Händchen.

Filme wie „Mara“, „Other: Beautiful Monster“ oder „Misdirection: Rache sitzt tief“ erzielten kaum nennenswerte Erfolge und fielen auch bei Kritikern größtenteils durch. Mit „Turbulence“ vom Schweizer Regisseur Claudio Fäh dürfte sich an Kurylenkos Pechsträhne wohl wenig ändern. Darin begeben sich das frisch verheiratete Paar Zach (Jeremy Irvine) und Emmy (Hera Hilmar) in seine verspäteten Flitterwochen. Eine Heißluftballonfahrt soll für romantische Stimmung sorgen, doch das plötzliche Auftauchen eines weiteren Gastes (Olga Kurylenko) führt zu unerwarteten Spannungen.

Schwindelerregend langweilig
Jeremy Irvine hat ein enormes Talent. Ein Talent dafür, sich furchtbare Rollen auszusuchen. Es ist gerade einmal Mitte März und der britische Schauspieler hat es bereits jetzt geschafft, in zwei der bisher schlechtesten Filme des Jahres mitzuspielen: zuerst die Videospielverfilmung „Return to Silent Hill“ und nun gesellt sich der Survival-Thriller „Turbulence“ dazu. Claudio Fäh hat es schon in „No Way Up“ kaum geschafft, Spannung zu erzeugen, und in seinem neuesten Werk unterbietet er das sogar noch. Dabei ist allein der Gedanke, in schwindelerregender Höhe auf engstem Raum gefangen zu sein, angsteinflößend. Filme wie „Fall“ haben bereits vorgemacht, dass eine so simple Prämisse durchaus funktionieren kann. Und doch will das bei „Turbulence“ nicht gelingen.

Das liegt vor allem daran, dass wir mit Charakteren gefangen sind, die einem kaum gleichgültiger sein könnten. Jeremy Irvines Zach ist ein unsympathischer Narzisst, dem man nur Schlechtes wünscht, und seine Frau Emmy bleibt über weite Strecken frustrierend passiv und lässt zu viel über sich ergehen. Olga Kurylenkos Julia bringt zwar etwas Spannung in die Dynamik, doch ihr Potenzial verpufft schnell, und ihre Motivation ist von der ersten Sekunde an vorhersehbar. Ebenso vorhersehbar verläuft die Heißluftballonfahrt. Nicht nur kämpft man hier mit der Gleichgültigkeit gegenüber den Figuren, auch wirken viele Situationen zu konstruiert. Nur selten steigt der Puls in den heiklen Momenten, ansonsten legt „Turbulence“ eine fatale Bruchlandung hin.

Fazit
„Turbulence“ verschenkt eine eigentlich effektive Prämisse mit eindimensionalen Figuren, vorhersehbarer Handlung und kaum spürbarer Spannung. Was als intensiver Survival-Thriller funktionieren könnte, endet in einer enttäuschenden Bruchlandung.



