Was wird aus „Wonder Man“ nach Staffel 1?
Das MCU experimentiert mal wieder. Mit „Wonder Man“ (Start: 27. Januar auf Disney+) wagt Marvel etwas, das man dem Studio fast nicht mehr zugetraut hätte: eine echte Satire auf den Hollywood-Zirkus. Aber was kommt nach den acht Folgen? War’s das schon für Simon Williams oder war das nur das Warm-up für etwas Größeres? Hand aufs Herz: Offiziell wird die Serie als „Limited Series“ geführt. Das heißt im Klartext, dass eine zweite Staffel aktuell nicht auf dem Plan steht. Marvel nutzt hier sein neues „Spotlight“-Label, um Geschichten zu erzählen, die man einfach wegschauen kann, ohne vorher 30 Filme studiert zu haben. Aber wer das MCU kennt, weiß: Niemand bleibt lange allein in seiner Nische. Yahya Abdul-Mateen II hat als Simon Williams eine Leinwandpräsenz, die man kaum ungenutzt lassen wird. Auch wenn die Serie erst mal für sich steht, deutet vieles darauf hin, dass die Figur organisch in das restliche Universum reinwächst.
Die Weichen für die Zukunft
Der Blick in die Comics verrät: Da könnte noch was kommen. In der Comic-Vorlage sind die Schicksale von Wonder Man und Vision untrennbar miteinander verwoben – Simons Gehirnmuster dienten dort als Blaupause für die künstliche Intelligenz des Androiden. Da Marvel derzeit an einer neuen Vision-Serie arbeitet, wäre ein Wiedersehen denkbar, bestätigt ist ein Auftritt dort bisher jedoch nicht. Zudem steuert das MCU unaufhaltsam auf die nächsten großen Blockbuster „Avengers: Doomsday“ und „Avengers: Secret Wars“ zu. Zwar gibt es derzeit keine offiziellen Pläne für eine Beteiligung von Wonder Man und ein Mitwirken gilt eher als unwahrscheinlich – doch im MCU weiß man letztlich nie, welche Held*innen am Ende für das große Finale zusammengetrommelt werden.

Was „Wonder Man“ für das MCU bedeutet
Doch was bedeutet „Wonder Man“ nun für die Zukunft des MCU? Die Miniserie ist mehr als nur eine weitere Charakterstudie. Sie ist Marvels Antwort auf die grassierende „Superhero Fatigue“. Indem sie das Genre durch die Linse einer Hollywood-Satire betrachtet, nimmt sich das MCU erstmals selbst nicht mehr so ernst. Besonders spannend für Lore-Experten: Hinter den Kulissen halten sich hartnäckige Gerüchte, dass Simon Williams innerhalb der Serie subtil als Mutant eingeführt wurde. Sollte sich dies bestätigen, wäre „Wonder Man“ ein weiterer wichtiger Baustein für die lang erwartete Integration der X-Men in das Hauptuniversum. Auch wenn die Lichter am Set von Simon Williams’ Solo-Show erst einmal ausgegangen sind, heißt das noch lange nicht, dass der Vorhang für den Charakter endgültig gefallen ist – auch ohne ein offiziell bestätigtes Wiedersehen.


