| Titel | The Four Seasons |
| Genre | Komödie, Drama |
| Jahr | 2025 |
| FSK | 12 |
| Creator | Tina Fey |
Starttermin: 01.05.2025 | Netflix
Zwischen den Jahreszeiten mit Steve Carell
Was passiert mit langjährigen Freundschaften, wenn eine Trennung alles infrage stellt? Diese Frage steht im Zentrum von “The Four Seasons”, der achtteiligen Netflix Serie, die auf dem gleichnamigen Filmklassiker von 1981 basiert. Entwickelt unter anderem von Tina Fey, verspricht die Serie spritzige Dialoge, emotionale Reife und prominente Besetzungen – darunter Fey selbst, Steve Carell, Colman Domingo und Pamela Adlon. Klingt nach einem vielversprechenden Fundament – doch kann die Serie diese hohen Erwartungen tatsächlich einlösen?

Und darum geht es…
Als Danny (Steve Carell) sich nach Jahrzehnten von seiner Frau Kate (Tina Fey) trennt, bricht eine jahrzehntelange Freundschaftsgruppe auseinander. Doch der gemeinsame Urlaub steht bevor – und niemand will verzichten. Zwischen Strandhäusern, Wanderungen und verpatzten Abendessen versuchen die Freunde, das Gleichgewicht neu zu finden. Dabei kommen alte Wunden, neue Lieben und unausgesprochene Wahrheiten ans Licht.

Unser Eindruck nach den ersten drei Episoden
“The Four Seasons” ist eine Serie über Übergänge – zwischen Lebensphasen, Beziehungen, Jahreszeiten. Und sie inszeniert diese Übergänge mit einem Ton, der sich irgendwo zwischen bittersüßer Komödie und leiser Melancholie bewegt. Der Humor wirkt oft beiläufig, fast improvisiert, getragen von einem Ensemble, das die Chemie echter Geschichte atmet – auch wenn diese nicht immer glaubwürdig konstruiert wird. Vor allem Colman Domingo („The Madness“) überrascht in einer seiner seltenen Comedy-Rollen mit trockenem Timing und emotionalem Understatement. Fey und Carell sind gewohnt souverän, doch es sind die Zwischentöne – ein stiller Blick, ein verschluckter Satz –, die mehr sagen als manch geschliffene Pointe.

Was “The Four Seasons” hingegen weniger gelingt, ist es, ihre Konflikte wirklich auszutragen. Zu häufig verweilen die Episoden im sicheren Wohlfühlrahmen und vermeidet tiefere emotionale Konfrontationen. Anstatt den Charakteren Raum zu geben, ihre Differenzen auszutragen, setzt die Serie eher auf ein vorsichtiges Navigieren durch schwierige Themen, was den dramatischen Potenzialen der Handlung oft die nötige Schärfe nimmt. In seiner Funktion als Feelgood-Serie funktioniert “The Four Seasons” jedoch hervorragend. Der leichte Ton und die einfühlsamen Momente schaffen eine Atmosphäre, die die Zuschauerschaft sanft begleitet und mit einem angenehmen Gefühl zurücklässt.

Fazit
“The Four Seasons” ist charmant, warm und gut beobachtet – eine kurzweilige, reife Ensemble-Serie mit sehenswertem Cast und leisem Witz.


