| Titel | Quiet Life |
| Genre | Drama |
| Jahr | 2024 |
| FSK | 12 |
| Regie | Alexandros Avranas |
Kinostart: 24.04.2025
Geflüchtet in die Stille
Ein Kind verstummt. Nicht trotzig, sondern in einer Stille, die tiefer schneidet als jedes Wort. Das Resignationssyndrom – ein medizinisch belegter Rückzug ins Innere, geboren nicht aus Krankheit, sondern aus den Strukturen eines Systems. Es sind Kinder, geflohen vor Gewalt, gestrandet im bleiernen Stillstand europäischer Bürokratie, die die Sprache der Hoffnung verlernen. Sie gleiten ab in einen Zustand jenseits von Schmerz und Protest, als hätte sich das Leben selbst von ihnen zurückgezogen. Kein Aufbegehren, nur ein leises Verschwinden – ein komatöser Rückzug als letzter Schutzmechanismus einer überforderten Seele. Was dieser Zustand bedeutet – und wie ihn der Film “Quiet Life” in beklemmender Eindringlichkeit auf die Leinwand bringt, kann man ab dem 24. April im Kino erleben.

Und darum geht es…
Schweden, 2018. Eine russische Familie hofft auf einen Neubeginn – doch die Realität sieht anders aus. Nachdem ihr Asylantrag abgelehnt wird, bricht die ältere Tochter der Familie, Katja, psychisch zusammen. Diagnose: Resignationssyndrom. Ein real existierendes, medizinisch dokumentiertes Phänomen, das geflüchtete Kinder in einen komatösen Zustand versetzt – als Schutzmechanismus gegen eine Welt, die sie nicht auffängt. „Quiet Life“ erzählt die Geschichte von Sergei (Grigory Dobrygin) und Natalia (Chulpan Khamatova), die alles versuchen, um ihre Tochter zurück ins Leben zu holen – in einem System, das sie unaufhörlich entmenschlicht.

Quiet Life – Videokritik
“Quiet Life” ist keine klassische Studioarbeit, sondern eine internationale Koproduktion, die unter anderem von Schweden, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Estland, Finnland, Großbritannien, den USA, der Türkei und Tschechien unterstützt wurde. Diese breite Zusammenarbeit macht sich nicht nur in der Produktion bemerkbar, sondern auch in der Thematik: Flucht, Bürokratie, Anpassungsdruck – und die Frage nach Menschlichkeit in einem System, das selten Raum für Emotionen lässt. Ob die länderübergreifende Zusammenarbeit geglückt ist, erfahrt Ihr in unserer Videokritik!

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