| Titel | Prophezeiung… Liebe |
| Genre | Romanze, Komödie |
| Jahr | 2025 |
| FSK | 6 |
| Regie | Prarthana Mohan |
Starttermin: 06.03.2025| Prime Video
Eine vorhersehbare Reise in die Welt der LiebE
Romantische Komödien sind ein zweischneidiges Schwert: Sie versprechen Herzklopfen und Leichtigkeit, aber oft reicht ein einziger Blick auf das Filmplakat, um das komplette Drehbuch vorherzusagen. “Prophezeiung… Liebe” macht daraus keinen Hehl. Die britische Adaption des australischen “Five Blind Dates” (2024) hält sich strikt an das Drehbuch der klassischen Rom-Com, ergänzt um kulturelle Akzente und eine Prise Londoner Flair. Doch wenn man sich schon in die bewährten Genre-Klischees begibt, dann sollte man zumindest eines mitbringen: Charisma. Doch davon hat das Amazon Original einfach nicht genug im Petto..

Und darum geht es…
Pia (Simone Ashley) lebt für ihre Karriere und träumt davon, mit ihrem besten Freund Jay (Luke Fetherston) ein erfolgreiches Fotostudio aufzubauen. Ihre Familie sieht das allerdings anders und glaubt, dass sie endlich sesshaft werden muss. Eine Wahrsagerin prophezeit ihr, dass sie in den nächsten fünf Dates die Liebe ihres Lebens treffen wird – was ihre Familie sofort als Anlass nimmt, ihr eine Reihe von potenziellen Kandidaten vorzusetzen. Die Dates reichen von leicht schrullig bis überzogen albern, bleiben jedoch durchweg oberflächlich. Als dann auch noch ihr Ex Charlie (Hero Fiennes Tiffin) zur Hochzeit ihrer Schwester auftaucht, wird schnell klar, wohin die Reise geht.

Vertraut, formelhaft – aber kein komplettes DebakeL
Man muss es nicht schönreden: “Prophezeiung… Liebe” ist formelhaft bis ins letzte Detail. Die „zufälligen“ Begegnungen, die kitschigen Dialoge, die unvermeidliche Erkenntnis, dass wahre Liebe manchmal direkt vor der Nase liegt – all das hat man unzählige Male gesehen. Die britische Variante des australischen Originals setzt zwar auf kulturelle Nuancen und familiäre Konflikte, aber letztlich bleibt die Geschichte eine Mischung aus vorhersehbarer Liebesodyssee und slapstickartigen Missgeschicken. Selten lustig, nie ärgerlich, konstant beliebig.

Das größte Problem des Films ist seine mangelnde Energie. Während andere Rom-Coms zumindest durch ein gut harmonierendes Hauptpaar oder spritzige Dialoge überzeugen können, bleibt „Prophezeiung… Liebe“ überraschend leblos. Simone Ashley gibt sich Mühe, ihrer Figur Tiefe zu verleihen, doch das Drehbuch gönnt ihr kaum mehr als ein paar charmante Momente. Hero Fiennes Tiffin wirkt als Ex-Lover blass, während die Nebenfiguren als reine Stichwortgeber fungieren. Regisseurin Prarthana Mohan inszeniert das Ganze routiniert, aber ohne Esprit – es fehlt einfach an Witz, Wärme oder einer frischen Perspektive, die „Prophezeiung… Liebe“ von anderen Genrevertretern abheben könnte.

Fazit
Picture This ist nicht ärgerlich schlecht, aber auch weit davon entfernt, gut zu sein. Eine formelhafte Rom-Com ohne besondere Highlights, die man kurz nach dem Abspann schon wieder vergessen hat!

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