| Titel | Monolith – Die Alien-Verschwörung |
| Genre | Sci-Fi, Thriller |
| Jahr | 2022 |
| FSK | 12 |
| Regie | Matt Vesely |
Heimkinostart: 22.08.2024
Lily Sullivan liefert eine grandiose One-Woman-Show
Lily Sullivan erlangte letztes Jahr mit „Evil Dead Rise“ ihren Durchbruch im Horrorgenre, einem Sequel, das fast 150 Millionen Dollar an den Kinokassen einspielte. Doch schon im Jahr davor spielte sie die Hauptrolle in der kleineren, australischen Produktion „Monolith – Die Alien-Verschwörung“, der nun auch hierzulande auf dem Heimvideomarkt erscheint und wodurch Sullivan ihren Status als aufstrebende Scream Queen weiter festigt.

Und darum geht es…
Nachdem eine junge Journalistin (Lily Sullivan) durch einen schlecht recherchierten Artikel in Ungnade gefallen ist, versucht sie, ihren Ruf mit einem Podcast wiederherzustellen, in dem sie sich ungeklärten Phänomenen widmet. Eine anonyme E-Mail lenkt ihre Aufmerksamkeit auf eine mysteriöse Geschichte: Pechschwarze Steine, die offenbar nicht natürlichen Ursprungs sind, tauchen plötzlich bei Menschen auf, die keinerlei Verbindung zueinander haben. Diese Steine verursachen bei den Betroffenen unheimliche Visionen und Gefühle. Je tiefer Lily in das Thema eintaucht, desto mehr ist sie überzeugt, einem großen Geheimnis auf der Spur zu sein – und begibt sich dabei in große Gefahr.

Ein Kammerspiel, das mit subtilen Mitteln maximalen Horror erzeugt
Filme wie „Monolith – Die Alien-Verschwörung“ beweisen immer wieder, dass es kein großes Budget oder aufwendige Kulissen braucht, um einen fesselnden Film zu schaffen. Entscheidend ist gutes Storytelling, und das ist hier definitiv vorhanden. In seiner minimalistischen Inszenierung erinnert das Spielfilmdebüt von Matt Vesely an Werke wie „The Vast of Night“ oder „Pontypool“, wobei diesmal ein Podcast im Mittelpunkt steht, anstelle einer Radioübertragung – ein zeitgemäßer Ansatz. Gerade in der Pandemie sind Podcasts wie Pilze aus dem Boden geschossen, und ungeklärte Phänomene faszinieren die Menschen seit jeher. Abgesehen von der Protagonistin hören wir alle anderen Charaktere nur über das Telefon, doch ihre Erzählungen, gelegentlich untermalt von Aufnahmen langer, düsterer Flure, lassen den Zuschauern mehr als einmal ein Schauer über den Rücken laufen und spielen mit der Vorstellungskraft des Zuschauers.

Genretechnisch bewegt sich der Film zwischen Science-Fiction und subtilen Horror und vermittelt ein starkes Gefühl von Isolation und Paranoia, das durch die in tristen und düsteren Blautönen gehaltene Farbgestaltung noch verstärkt wird. Das Haus der Protagonistin, mit seinen großen Fenstern, durch die man fast ausschließlich auf den umgebenden Wald blickt, sorgt in einigen Szenen für spürbares Unbehagen. Die australische Produktion geizt nicht mit überraschenden Wendungen, von denen einige trotz der übergreifend übernatürlichen Elemente fest in der Realität verankert sind. Drehbuchautorin Lucy Campbell verwebt um die Alien-Verschwörung herum Themen wie psychische Gesundheit, Klassengesellschaft, Moral und Schuld. Diese vielschichtigen Aspekte werden von einer herausragenden Performance von Lily Sullivan getragen, die bereits im letztjährigen „Evil Dead Rise“ überzeugen konnte. Das Ende dürfte zwar nicht jedem zusagen, da es – wie bei Filmen dieser Art oft der Fall – mehrdeutig interpretierbar ist, doch im Kontext der Story funktioniert es außerordentlich gut.

Fazit
„Monolith – Die Alien-Verschwörung“ ist ein minimalistisches Kammerspiel, das durch subtilen Horror eine beklemmende Atmosphäre aufbaut und von der nuancierten Performance der Hauptdarstellerin Lily Sullivan getragen wird.


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