| Titel | The Union |
| Genre | Action, Komödie |
| Jahr | 2024 |
| FSK | 12 |
| Regie | Julian Farino |
Starttermin: 16.08.2024 (Netflix)
Die nächste Actionkomödie mit Kinostar-Besetzung auf Netflix
Während für Actionkomödien aus Hollywood vor gar nicht mal so langer Zeit noch die Kinoleinwände reserviert waren, verlagert sich die explosive Mischung aus Humor und Adrenalin still und heimlich von den Lichtspielhäusern auf die heimische Couch. Dank Netflix & Co. muss nicht mal mehr der Gammellook gegen etwas kinotaugliche Kleidung getauscht werden. Bedauerlich hierbei ist nur, dass Streaming Originals wie “Der Spion von Nebenan 2” mit Dave Bautista, “Hidden Strike” mit Jackie Chan und John Cena oder “Ghosted” mit Chris Evans und Ana de Armas qualitativ auch überhaupt nichts im Kino zu suchen hätten, wenngleich das natürlich auch auf einen Großteil der Mainstream-tauglichen Kino-Releases gilt. Ob sich die Agentenkomödie “The Union” mit Mark Wahlberg und Halle Berry in die lange Liste an Streaming-Enttäuschungen einreiht? Gute Frage…

Und darum geht es…
So hätte sich Mike McKenna (Mark Wahlberg) das Wiedersehen mit seiner alten Highschool-Liebe Roxanne Hall (Halle Berry) ein Vierteljahrhundert seit ihrer letzten Begegnung nicht vorgestellt. Die vermeintlich zufällige Begegnung in der Bar und der gemeinsame Nachhauseweg entpuppt sich entgegen Mikes Erwartungen nicht als erotisches Abenteuer, der alten Zeiten Willen, sondern als eine Überraschung, der etwas anderen Art. Roxanne ist eine Agentin des Geheimdienstes The Union, der wiederum händeringend nach geeigneten Nachwuchskräften sucht. Ehe sich Mike versieht, durchläuft er schon das Trainingsprogramm im Schnelldurchlauf, um anschließend direkt mit seiner ersten Mission zu starten!

Vom Bauarbeiter zum Weltenretter
Der deutsche Popsänger Tim Bendzko sang einmal, dass er nur noch kurz die Welt retten müsse – und Musikfans nickten energisch zur Melodie. Wenn also der schlaksige Junge von nebenan das Zeug zum Helden in sich trägt, dann ja wohl auch Mark Wahlberg. Dass der gestählte “Arthur der Große”-Darsteller als einfacher Bauarbeiter trotzdem wie der Last Man Standing und somit ganz und gar nicht wie ein Normalo aussieht, ist für die Glaubwürdigkeit des Netflix Originals “The Union” doch recht dienlich. An der Quatschigkeit der Prämisse ändert das indessen nichts. Die ist wie so oft sowieso mal wieder ausschließlich Mittel zum Zweck, um darum eine handelsübliche Geschichte über den nächsten ultra-geheimen Geheimdienst zu spinnen, der die nächste ultra-geheime Geheimmission verfolgen, um dabei einer austauschbaren Weltzerstörer-Organisation das Handwerk zu legen. So weit, so bekannt – und trotzdem ausreichend charmant. Wahlberg sei Dank! Was sich reimt, ist gut, wusste bereits der Pumuckl.

Dass “The Union” mit seinem 08/15-Plot keinen Blumentopf gewinnt, ist auch Regisseur Julian Farino klar. Der setzt bei seiner ersten großen Action-Produktion folglich alles auf die Strahlkraft seiner Hollywood-Sternchen. Ohne die sähe es im generischen Action-Comedy-Einerlei sowieso düster aus. Während J. K. Simmons und Halle Berry ihre Rollen im Autopilot herunterspielen – ohne negativ oder positiv aufzufallen – liegt es wie so oft an Wahlbergs natürlichem Frohsinn, der auch in “The Union” wieder zum Tragen kommt. Abseits einer wuchtigen kleinen Nahkampfszene im Mittelteil und dem Finale über den Dächern und durch die Gassen von Triest – die Settings sind durchweg ansehnlich – ist die Action meist ordentlich, aber nie wirklich beeindruckend. Eine typische Actionkomödie mit Spionage-Thematik eben – wer das mag, kann bedenkenlos einschalten. Aber bitte die Erwartungen runterschrauben…

Fazit
„The Union“ liefert genau das, was man von einer handelsüblichen Actionkomödie erwartet. Nicht mehr und nicht weniger!

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