No Way Up

No Way Up
TitelNo Way Up
Genre Horror, Thriller
Jahr2024
FSK16
RegieClaudio Föh

Heimkinostart: 24.05.2024

Die Haie treiben wieder ihr Unwesen

Die Angst vor Flugzeugabstürzen ist weit verbreitet. Horrorfilme machen sich dies geschickt zunutze und verwandeln eine ohnehin schon angsteinflößende Situation in einem Alptraum, indem sie unbehagliche Elemente wie Schlangen oder Vampire hinzufügen. In „No Way Up“ sind es dieses Mal Haie, die den Überlebenden eines Flugzeugabsturzes gefährlich werden.

No Way Up
No Way Up ©Leonine

Und darum geht es…

Auf einem Linienflug von Los Angeles nach Cabo kommt es zur Katastrophe: Ein Vogelschwarm gerät in eines der Triebwerke, wodurch ein Loch in den Rumpf des Flugzeugs gerissen wird. Die Maschine landet mitten im Pazifischen Ozean und versinkt dort. Eine Gruppe von Überlebenden findet sich im Inneren des Jets in einer Luftblase wieder und versucht verzweifelt, einen Weg zu finden, um sich zu retten. Die Luft wird immer knapper, und zu allem Übel lauern Haie in der Nähe, die nur auf Frischfleisch warten.

No Way Up
No Way Up ©Leonine

Sharks on a Plane

Im weiten Meer der Hai-Horrorfilme macht sich „No Way Up“ gar nicht mal so schlecht. Das hat allerdings nicht unbedingt viel zu bedeuten, wenn man betrachtet, was in diesem Subgenre in den letzten Jahren erschienen ist. Man nehme nur unterirdischen Müll wie „The Requien“ mit Alicia Silverstone als Beispiel. Doch der Film von Regisseur Claudio Föh hat einen Vorteil – er kombiniert direkt zwei Urängste miteinander: die Angst vor Haien und vor Flugzeugabstürzen. Eine Erfolgsformel, die bereits vor achtzehn Jahren in „Snakes on a Plane“ funktioniert hat. Nur hat David R. Ellis damals eine Prise Humor mit eingebracht, etwas, das „No Way Up“ auch gutgetan hätte. Der Haifilm nimmt sich sehr ernst, was aufgrund der Ausgangslage auch berechtigt ist. Das Problem dabei ist nur, dass nie so richtig Spannung aufkommen will. Dafür wirkt die ganze Story viel zu konstruiert und vorhersehbar.

No Way Up
No Way Up ©Leonine

Letzteres lässt sich auch auf die Dynamik zwischen den Charakteren zurückführen. Manche Konflikte, wie der zwischen einem schwulen Flugbegleiter und einem latent homophoben Gast, wirken erzwungen und wenig authentisch. Auf der anderen Seite gibt es jedoch auch Charaktere wie ein Großelternpaar und deren Enkelin, deren Beziehung sehr liebevoll gezeichnet ist. Zwar wird bei den Protagonisten charakterlich nur an der Oberfläche gekratzt, doch das reicht aus, um sich für ihr Schicksal zu interessieren – oder eben das Gegenteil. Die schauspielerischen Leistungen bewegen sich zwischen gut und mittelmäßig. Colm Meaney, einer der wenigen bekannteren Gesichter, bekommt hier leider auch nur wenig Material geliefert. Visuell ist „No Way Up“ ansprechend in Szene gesetzt. Gelegentlich wirken die Bilder ein wenig zu steril und glattgebügelt, doch von B-Movie-Trash ist man weit entfernt. Auch die Haie sind effektiv animiert und werden nur spärlich eingesetzt, wodurch ab und an tatsächlich eine unbehagliche Atmosphäre entsteht. Nur leider zu selten.

No Way Up
No Way Up ©Leonine

Fazit

Obwohl „No Way Up“ unter den Hai-Horrorfilmen einer der stärkeren Vertreter der letzten Jahre ist und visuell ansprechend inszeniert wurde, bewegt sich der Streifen immer noch im Mittelmaß. Das liegt vor allem daran, dass nur wenig Spannung aufkommen will und die schauspielerischen Leistungen durchwachsen sind.

Bewertung: 2.5 von 5.
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