| Titel | La Exorcista |
| Genre | Horror |
| Jahr | 2022 |
| FSK | 16 |
| Regie | Adrian Garcia Bogliano |
Heimkinostart: 14.03.2024
Die Kinder sind mal wieder zornig
Das Horrorgenre wird Jahr für Jahr von einer Flut an Exorzismusfilmen überschwemmt. Nur wenige, wie „The Devil’s Light“ oder „The Pope’s Exorcist“, schaffen es, in die Kinos zu gelangen. Die diesjährigen Kinoveröffentlichungen umfassen Sydney Sweeneys „Immaculate“ und „Das erste Omen“, ein Prequel zum Horrorklassiker. Der spanische Beitrag „La Exorcista“, in dem eine junge Nonne eine Schwangere vor einem Dämon retten muss, muss sich hingegen mit einer Veröffentlichung auf dem Heimvideomarkt zufriedengeben.

Und darum geht es…
Die junge Nonne Ofelia (Maria Evoli) muss hilflos mitansehen, wie die schwangere Sandra (Pilar Santacruz) von dämonischer Besessenheit geplagt wird. Durch ein Wunder gelingt es ihr, den Dämon auszutreiben. Doch dieser gibt nicht so leicht auf und strebt danach, in den Körper des ungeborenen Kindes zurückzukehren. Ofelia setzt alles daran, dies mit allen Mitteln zu verhindern.


„Evil Dead“ aus Spanien
In der Fülle von Exorzismusfilmen ist es schwierig, sich noch irgendwie abzuheben. Auch der spanische Genrebeitrag „La Exorcista“ wird wohl kaum Horrorgeschichte schreiben, bietet jedoch zweifellos ein besseres Erlebnis als viele andere Vertreter dieses Genres. Selbst größere Produktionen wie „Der Exorzist – Bekenntnis“ können nicht mit dem Film von Adrián García Bogliano, der sich unter anderem auch für Streifen wie „Here Comes the Devil“ verantwortlich zeigt, mithalten. „La Exorcista“ ist vor allem atmosphärisch gelungen und erinnert beinahe an den argentinischen Horrorhit „When Evil Lurks“, wenn auch bei weitem nicht so böse. Obwohl die üblichen Jump Scares hier und da nicht fehlen dürfen, schafft es Bogliano, diese auf effektive Weise einzubinden.

Der Spanier hat sich klar von Größen des Genres inspirieren lassen und zollt insbesondere mit den Kamerafahrten Klassikern wie „Evil Dead“ seine Anerkennung. Die Einflüsse von Sam Raimis Werk sind auch bei den größtenteils praktischen Effekten deutlich sichtbar. Bezüglich des Drehbuchs muss man sich jedoch mit dem üblichen Standard zufriedengeben. Die Geschichte verläuft geradlinig, birgt nur wenige Überraschungen und hätte vor allem gegen Ende etwas gestrafft werden können. Jedes Mal, wenn man glaubt, am Ende angekommen zu sein, hängt der Film noch einmal fünf Minuten dran. Die Hauptdarstellerin Maria Evoli, die optisch ein wenig an Ana De Armas erinnert, überzeugt mit einer starken Leistung und trägt den Film mühelos.

Fazit
Mag sein, dass „La Exorcista“ kein „Evil Dead Rise“ oder „When Evil Lurks“ ist, jedoch handelt es sich dennoch um einen soliden Gruselschocker mit überzeugenden Effekten und einer intensiven Atmosphäre.


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