Area 51 – Das Alien-Portal

TitelArea 51 – Das Alien-Portal
Genre Sci-Fi, Action, Horror
Jahr2022
FSK16
RegieRhys Frake-Waterfield

Heimkinostart: 23.02.2024

Von Winnie Puuh zu Aliens

„Winnie the Pooh: Blood and Honey“, die Horroradaption der beliebten Zeichentrickfigur, sorgte im letzten Jahr für erhebliches Aufsehen – und das nicht gerade auf positive Weise. Sowohl Kritiker als auch Fans zerrissen den Film in der Luft. Dennoch verzeichnete der Horrorstreifen großen Erfolg. Bevor Regisseur Rhys Frake-Waterfield mit dem Sequel daran anknüpft, präsentiert er dem deutschen Filmmarkt noch schnell sein eigentliches Spielfilmdebüt „Area 51 – Das Alien-Portal“, in dem Aliens über die Erde herfallen.

Area 51 ©Lighthouse Home Entertainment

Und darum geht es…

In der berühmten Area 51 gerät ein Experiment völlig außer Kontrolle, und als Resultat stürzen tödliche Kreaturen aus dem Weltraum auf die Erde, um alles zu vernichten, was sich ihnen in den Weg stellt. Eine Gruppe Überlebender sucht Schutz in einem Bunker, doch sie muss rasch feststellen, dass die außerirdischen Wesen bereits auf ihren Fersen sind. Zu allem Übel hat sich zudem ein Parasit unter ihnen eingenistet, der eine zusätzliche Bedrohung darstellt.

Area 51 ©Lighthouse Home Entertainment

Auf den Spuren von „Alien“ und „The Thing“

Im Horrorgenre neigen Regisseure dazu, sich gerne von bedeutenden Klassikern inspirieren zu lassen und so eine Hommage an das Original zu zollen. Jedoch könnte man im Falle von „Area 51 – Das Alien-Portal“ beinahe von einem Plagiat sprechen, da hier Szenen aus großen Science-Fiction-Filmen nahezu kopiert wurden, ohne dabei viel Eigenes zu schaffen. Ob es sich um „Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“, „The Faculty – Trau keinem Lehrer“ oder „Das Ding aus einer anderen Welt“ handelt – in diesem Werk wurden Fragmente aus sämtlichen Filmen geklaut, um daraus etwas vermeintlich Neues zu konstruieren. Leider mit eher bescheidenen Erfolg. Offensichtlich war das Budget begrenzt, was an sich kein Problem darstellt. Allerdings hätte man vielleicht die Aliens sparsamer einsetzen sollen, da sie den Anschein erwecken, als stammten sie direkt aus einem billigen Videospiel. In den subtileren Szenen, in denen die Charaktere von den Aliens, ähnlich wie in „Das Ding aus einer anderen Welt“, besessen sind, kommen die Effekte deutlich eindrucksvoller zur Geltung als in den Momenten, in denen die Kreaturen direkt gezeigt werden.

Area 51 ©Lighthouse Home Entertainment

Trotz der offensichtlichen Mängel wie schlechtem CGI, hölzernen Dialogen und mäßigem Schauspiel offenbart sich irgendwo in „Area 51 – Das Alien-Portal“ tatsächlich ein akzeptabler Horrorfilm. In seinem Spielfilmdebüt, der vor der Produktion von „Winnie the Pooh: Blood and Honey“ entstanden ist, gelingt es Rhys Frake-Waterfield in einigen Szenen durchaus, eine unheimliche Atmosphäre zu schaffen. Hierbei beweist er ein Gespür für effektive Elemente im Horrorgenre. Besonders deutlich wird Frake-Waterfields Talent in der gezielten Inszenierung des düsteren Settings – ein alter Bunker, in dem die Aliens ihr Unwesen treiben und Jagd auf die Gruppe von Überlebenden machen. Sein geschickter Einsatz von Licht in einigen Aufnahmen erweist sich häufig schon als ausreichend, um eine passende Stimmung zu erzeugen. Bedauerlicherweise vermag dies jedoch nicht, den Film vor dem Mittelmaß zu retten. Das Drehbuch erweist sich als zu generisch und der Ton als unausgeglichen. Einerseits scheint man eine ernsthafte Geschichte erzählen zu wollen, während andererseits der Trashfaktor an einigen Stellen unübersehbar ist. Hier wäre eine klare Entscheidung darüber, in welche Richtung der Film gehen soll, angebracht gewesen.

Area 51 ©Lighthouse Home Entertainment

Fazit

„Area 51 – Das Alien-Portal“ offenbart das Potenzial des Horrorregisseurs Rhys Frake-Waterfield. Leider mangelt es dem Film an Eigenständigkeit und wird von schlechtem CGI sowie einem unausgeglichenen Ton geplagt. Zwar kein kompletter Reinfall aber auch nichts, was im Gedächtnis haften bleibt.

Bewertung: 2.5 von 5.

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