| Titel | Masquerade – Ein teuflischer Coup |
| Genre | Romanze, Thriller |
| Jahr | 2022 |
| FSK | 12 |
| Regie | Nicolas Bedos |
Heimkinostart: 29.02.24024
Liebe geht durch das Portemonnaie
Es ist schwer, nicht zynisch zu werden, wenn man die glitzernden Events der High Society betrachtet, auf denen grauhaarige Oligarchen Hand in Hand mit ihren strahlend jungen Begleiterinnen posieren. Während die einen dieses Schauspiel als romantische Verbindung bezeichnen mögen, sehen viele darin nur eine finanzielle Transaktion in schönem Gewand. Liebe kennt kein Alter – aber dafür vielleicht ein prall gefülltes Bankkonto? Wenn sich in “Masquerade – Ein teuflischer Coup” ein attraktiver Jungspund und eine bildschöne Grazie in die Schlafzimmer, Herzen und schließlich auch in die finanzielle Unbeschwertheit betagter Herr- und Damschaften der französischen Riviera schleichen, scheint sich diese Vermutung jedenfalls zu bewahrheiten.

Und darum geht es…
Adrien Salliard (Pierre Niney) hat seine einst aussichtsreiche Karriere als Tänzer verletzungsbedingt an den Nagel gehängt. Statt sich selbst um seinen Lebensunterhalt zu kümmern, bevorzugt er es, sich als Toyboy für wohlhabende Damen höheren Alters anzubieten und so ein luxuriöses, aber auch abhängiges Leben zu führen. Während er aktuell bei der divenhaften Schauspielerin Martha Duval (Isabelle Adjani) lebt und ihre Biografie verfasst, lernt er die lebensfrohe, junge Margot Hanson (Marine Vacth) und verliebt sich Hals über Kopf in die undurchsichtige Schönheit. Da auch sie sich in einer notgedrungenen Beziehung befindet, fassen die beiden einen Plan: Um gemeinsam durchbrennen zu können, benötigen sie ein schwerreiches Ehepaar, um erst an die Herzen der beiden und dann an ihr Vermögen zu gelangen!


Liebe und Intrigen unter der Sonne der französischen Riviera
Vor den mondänen Kulissen der Côte d’Azur spielen schöne Menschen ein doppeltes Spiel, während Eitelkeiten, Gier und Geltungsdrang nur das Schlechteste in der Gesellschaft hervorbringen. Wie an solch einem Ort die wahre Liebe erblühen soll, oder auch nur der Glaube daran länger als einen sonnendurchfluteten Tag überdauert, bleibt ein Mysterium, wie auch die Beweggründe der Protagonist*innen. Entsprechend wendungsreich und verspielt geht es auch zur Sache, wenn “Masquerade – Ein teuflischer Coup” seine Spielfiguren in Position bringt und jede von ihnen mit Bedacht, Zug um Zug, weiter Richtung Schachmatt rückt.

Wenn sich Marine Vacth als undurchsichtige Schönheit an der Seite ihres Leinwandpartners Pierre Niney einmal quer durch die französische Schickeria integriert, geschieht dies meist leichtfüßig und kurzweilig, wenngleich sich durch die doch etwas zu opulente Spielzeit von 134 Minuten immer wieder mittelgroße Längen einschleichen. Das macht “Masquerade – Ein teuflischer Coup”, beflügelt durch den wunderbaren Cast und die atmosphärische Inszenierung der malerischen Kulissen zu einem unterhaltsamen, aber eben nicht immer rund erzählten Mysterygeschichte voller Liebe, Intrigen und Leidenschaft.

Fazit
Eine leichtfüssige Kriminalromanze unter der brennenden Sonne der französischen Riviera!


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