There’s Something in the Barn – Kritik

TitelThere’s Something in the Barn
Genre Horror, Komödie
Jahr2023
FSK16
RegieMagnus Martens

Heimkinostart: 14.12.2023

Weihnachtshorror der spaßigen Sorte

Keine grellen Lichter, keine Veränderungen, kein Lärm: Die Regeln für ein harmonisches Zusammenleben mit einem Scheunenelf sind eigentlich recht simpel und unterscheiden sich nicht wirklich von den Regeln für ein harmonisches Zusammenleben mit einem grummeligen Opa aus der Nachbarschaft. Partys zum Beispiel sind extrem laut, voller bunter Scheinwerfer und bringen den gesitteten Alltag für einige Stunden aus dem Gleichgewicht. Das mag der Elf nicht – und der Opa genauso wenig! Was passiert, wenn man dieses simple Regelwerk nicht beachtet, erfahrt Ihr in der norwegischen Horrorkomödie “There’s Something in the Barn” auf lustige und blutige Art und Weise – also in Bezug auf Elfen, nicht auf Großväter!

There’s Something in the Barn ©capelight pictures

Und darum geht es…

Nach dem Tod seines Onkels geht es für Bill (Martin Starr) und seine Familie zurück in die Heimat nach Norwegen, in das von ihm geerbte Landhaus. Das ländliche Leben im verschneiten, vorweihnachtlichen Norwegen erweist sich dabei als starkes Kontrastprogramm zu ihrem bisherigen Leben in Kalifornien. Während Bills Frau Carol (Amrita Acharia) und seine Tochter Nora (Zoe Winther-Hansen) mit der Abgeschiedenheit zu kämpfen hat, fühlt sich das jüngste Familienmitglied Lucas (Townes Bunner) eigentlich pudelwohl. Vor allem als er einen waschechten Elf (Kiran Shah) in der Scheune entdeckt und sich mit dem kleinen Kerl anfreundet. Doch der ist über die Pläne der Familie, die eine Umgestaltung der Scheune in ein Hostel beinhalten, ganz und gar nicht einverstanden – und greift dafür zu blutigen Mitteln!

There’s Something in the Barn ©capelight pictures

Tollpatschige Elfen mit Blutdurst

Irgendwie ist er ja ganz knuffig, der Elf. Wie er sich über den freundschaftlichen Kontakt mit Lucas und die Leckereien, die ihm dieser zur Verfügung stellt, freut, oder beim geringsten Anzeichen von Lärm erschrocken das Weite sucht und sich versteckt – das ist schon niedlich! Daran ändert auch nichts, dass der, durch einen misslungenen Besänftigungsversuch, mit einer Porridge-Opfergabe in den Blutrausch verfallende Zipfelmützenträger seine Elfenfreunde herbeiruft und diese alles und jeden niedermetzeln, der sich ihnen in den Weg stellt. Den kleinen skandinavischen Wichtelgestalten – bekannt als Nisser – mit langem Rauschebart und roter Zipfelmütze, das Gesicht eines alten Mannes und die Körpergröße eines Grundschulkindes, sind selbst dann noch liebenswerte Gestalten. Da kann es schonmal sein, dass sich einer der kleinen Kerlchen, tollpatschig wie er ist, selbst das Gesicht wegschießt, oder auf den Geschmack von Wein gekommen, plötzlich doch gefallen am Partymachen findet.

There’s Something in the Barn ©capelight pictures

“There’s Something in the Barn” macht in diesen Belangen eine deutlich bessere Figur als zuletzt noch der ebenfalls mit kleinen fiesen Fabelwesen ausgestattete Fantasyhorror “Goblins – Tödliche Biester”. Während dieser versuchte, neben dem blutigen Monsterspaß noch ein ernstgemeintes Drama zu erzählen, ist der im weihnachtlichen Setting angesiedelte Elfenhorror konsequent in der Tonalität, heißt, durchgängig locker-leicht, albern und unterhaltsam. Neben den garstigen Viechern, die genauso aussehen, wie man sich einen tollwütigen Gartenzwerg vorstellt, setzt der winterlichte Horrorspaß vor allem auf das humoristische Aufarbeiten bekannter Norwegen- / USA-Klischees. Wer auf moderates Gesplatter im amüsanten Gewand steht, darf sich gerne an “There’s Something in the Barn” herantrauen und wird sicherlich nicht enttäuscht werden, auch wenn die Horrorkomödie am Ende doch ein Stückchen zu lang geraten ist.

There’s Something in the Barn ©capelight pictures

Fazit

Solide Horror-Weihnachtsunterhaltung. Kurzweilig und angenehm gaga!

Bewertung: 3 von 5.

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