| Titel | The Equalizer 3: The Final Chapter |
| Genre | Action, Thriller |
| Jahr | 2023 |
| FSK | 16 |
| Regie | Antoine Fuqua |
Heimkinostart: 07.12.2023
Robert McCall ist zurück!
Dass sich hinter Robert McCall mehr verbirgt als nur ein vermeintlich harmloser Baumarktangestellten, hat Denzel Washington im Actionthriller “The Equalizer” und der direkten Fortsetzung “The Equalizer 2” unter dem großzügigen Einsatz von Schuss- und Stichwaffen bereits zweimal unter Beweis gestellt. Die Geschichte über den ehemaligen CIA-Agenten, der seinen eigenen Tod fingierte, um sich endgültig aus dem Geheimdienst-Leben zurückzuziehen, dann jedoch zum Rächer der Unterdrückten wird, geht mit “The Equalizer 3: The Final Chapter” in die dritte und glücklicherweise letzte Runde: Reicht dann auch!

Und darum geht es…
Für einen Auftrag hat es den ehemaligen CIA-Agenten Robert McCall (Denzel Washington) in das mediterrane Süditalien verschlagen. Der geht so lange gut, bis er nach eigentlich getaner Arbeit aus Unachtsamkeit doch noch hinterrücks erschossen wird. Als er wenige Tage später erwacht, befindet er sich in der Obhut einer einheimischen Familie, die sich engagiert um die Genesung des verwundeten US-Amerikaners gekümmert hat. Von der Gastfreundschaft des kleinen sizilianischen Dorfes angetan, beschließt er seinen Italienaufenthalt zu verlängern. Doch die Mafia hat ihn längst im Visier und schwört Rache für sein blutiges Handwerk!


Zeit für den Ruhestand!
Nach dem soliden Erstling und einem doch recht drögen Sequel waren die Erwartungen für das inzwischen dritte Kinoabenteuer des Ex-CIA-Agenten McCall eher gedämpft. Umso überraschender, wenn die ersten, von kompromissloser Härte geprägten Filmminuten einen zunächst einmal alle Bedenken über Bord werfen lassen. Antoine Fuqua geht umgehend in die Offensive und füttert das Publikum, mit einem der comichaften Gewalt frönenden Protagonisten an. Ein unerwartet launiger Auftakt. Dass “The Equalizer 3: The Final Chapter” dann erst einmal hart in die Eisen geht und für die restlichen eineinhalb Stunden kein Interesse daran zu hegen scheint, irgendwann mal wieder von der Bremse zu steigen, erweist sich als schleppende Geduldsprobe. Was folgt, ist eine uninspirierte, zähe Abfolge stereotyper Klischees, frei von Tempo und interessanten Charakteren. Der verwundete McCall findet zunächst medizinische Hilfe und dadurch auch neue Verbündete, die er mehr und mehr ins Herz schließt, während sich die bösen Jungs im Hintergrund neu formieren und geschlossen Rache schwören. Was man bereits aus unzähligen ähnlichen Filmen kennt, geht auch in “The Equalizer 3: The Final Chapter” seinen vorhersehbaren Gang.

Dass die The Equalizer-Reihe für eine gemächliche Gangart und weniger für ausladende Action Set Pieces und rasantes Pacing steht, ist nicht neu, findet im dritten Teil, aber seinen traurigen Höhe- bzw. Tiefpunkt. Sind die ersten fünf überzeugenden Minuten vorbei, dümpelt der generische Plot ereignislos vor sich hin. Während das übliche Mafiageplänkel langweilt, schleppt sich ein sichtlich müder Denzel Washington, frei von Charakterentwicklung, durch eine austauschbare Geschichte. Selbst die neuen Kulissen des mediterranen Süditaliens bleiben ungenutzt und versinken in unterkühlter Tristes, die der des kargen Bostons aus den ersten beiden Teilen gleicht. Also auch hier alles beim Alten. “The Equalizer 4: The Finale Chapter” mag zwar blutiger denn je sein – aber auch langweiliger.

Fazit
Denzel Washington mischt die Gomorrha auf und dem Publikum ist das egal!


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