Der südkoreanische Kinohit geht in die zweite Runde
Nachdem es knapp vier Jahre dauerte bis der südkoreanische Action-Hit “Believer” nach der Veröffentlichung in seinem Heimatland im Juni 2022 auch in Deutschland seinen Weg auf die heimischen Bildschirme fand, gibt es ab heute die von Netflix produzierte Fortsetzung des Box-Office-Erfolges zu sehen. Für das schlicht als “Believers 2” betitelten Sequel haben sich die Darsteller Cho Jin-woong, Cha Seung-won und Kim Dong-young erneut vor der Kamera versammelt, um unter der Regie von Baek Jong-yul, besser bekannt als BAIK, erneut die Unterwelt Südkoreas unsicher zu machen.

Und darum geht es…
Wer ist Mr. Lee? Diese Frage stellt sich Drogenfahnder Won-ho (Cho Jin-woong) bis heute, nachdem er Brian Lee (Cha Seung-won) fälschlicherweise als eben jenen Kartell-Chef identifizierte und verhaftete. Um die wahre Identität des mysteriösen Mr. Lee endgültig zu enthüllen, muss Won-ho erneut in die Untiefen des Drogenkartells vordringen. Dabei stößt er auf die mysteriöse Keunkal (Han Hyo-joo), die mehr zu wissen scheint, als sie zunächst zu erkennen gibt und darüber hinaus auch noch eine ganz persönliche Verbindung zu dem Verbrecheroberhaupt hat.


Die vielleicht unnötigste Fortsetzung des Jahres!
Um das Publikum noch einmal abzuholen, bedient sich “Believer 2” dem nicht sonderlich galanten, aber immerhin effektiven Mittel des “Was bisher geschah“-Prinzips, wie man es sonst vornehmlich aus der Serienwelt kennt. Diese Zusammenfassung dürfte in Anbetracht der konfusen, sprunghaften Geschehnissen, die das unübersichtliche Skript für die folgenden knapp zwei Stunden parat hält, aber kaum reichen. Glücklicherweise bietet der ebenfalls auf Netflix verfügbare Vorgängerfilm (hier geht’s zur Kritik) da Abhilfe – ob ein Double-Feature das chaotische Durcheinander namens “Believer 2” erträglich macht, bleibt jedoch zu bezweifeln. Chapeau, wer bei den unkoordinierten Ortswechsel, Figurenkonstellationen und Zeitsprüngen den Überblick behalten kann.

Wo “Believer” gerade in der starken ersten Hälfte, in der kaum etwas so ist, wie es scheint, noch großen Spaß machte und mit fantastischen Darsteller*innen wie Ryu Jun-yeol und Kim Joo-hyuk auch schauspielerisch einiges zu bieten hatte, erweist sich die direkte Fortsetzung als zähe, von nichtssagenden Dialogen und hanebüchenen Wendungen durchzogene Geschichte, die selbst in den raren Actionszenen keinen Drive entwickelt. Die Shootouts sind blutig-kompromisslos, lassen dabei aber eine eigene Handschrift vermissen, während die Verfolgungsjagd durch einen CGI-Dschungel allzu künstlich wirkt, um echte Emotionen auszulösen. Nach dem unterhaltsamen ersten Teil enttäuscht die Netflix-Fortsetzung also auf allen Ebenen und dürfte dementsprechend nicht einmal Hardcore-Korea-Action-Fans zufriedenstellen.

Fazit
Langweilig, konfus und hanebüchen: „Believer 2“ ist all das, was der erste Teil nicht war!

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