| Titel | Halloween Park |
| Genre | Horror, Thriller |
| Jahr | 2023 |
| FSK | 16 |
| Regie | Simon Sandquist |
Kinostart: 26.10.2023
Der Tod lauert im Freizeitpark
Viel Anstehen, wenig Spaß: Während der Besuch eines Freizeitparks in der Fantasie einem Dauerfeuerwerk an Fahrspaß und Ereignissen entspricht, sieht die von hektischem Treiben und nicht enden wollenden Menschenmassen geprägte Realität meist gänzlich anders aus. Statt die Gelegenheit vollkommen auszukosten und die Magie der Attraktionen und Fahrgeschäfte ausgiebig zu genießen, erweist sich ein Vergnügungsparkbesuch als eine, von Warteschlage zu Warteschlange tingelnde, sich die Beine in den Bau stehende Angelegenheit – lediglich von kurzen Adrenalinschüben unterbrochen, wenn es für wenige Sekunden, im besten Fall Minuten, dann doch mal eine Achterbahn hoch und runtergeht. Wer schon einmal mit der Vorstellung geliebäugelt hat, wie es wohl wäre, einen Park für sich ganz alleine zu haben, wird nach “Halloween Park” mit Sicherheit die Lust daran verlieren – weniger jedoch wegen des dort meuchelnden Maskenmannes, vielmehr wegen der ansteckenden Langeweile, die der Horrorthriller für sein Publikum bereithält!

Und darum geht es…
Fiona (Wilma Lidén) denkt nur ungern an ihre Schulzeit zurück. Seit einem tragischen Vorfall bei einer Party mit ihren Mitschüler*innen hat sie ihrem alten Freundeskreis den Rücken gekehrt und arbeitet seitdem als Angestellte eines Vergnügungsparks. Als mit Dante (Omar Rudberg), Sebbe (Emil Algpeus), Jenny (Amanda Lindh) und Tora (Embla Ingelman-Sundberg) ausgerechnet diejenigen als die Gewinner*innen exklusiver VIP-Tickets vor den Toren des Parks auf ihre persönliche Betreuung warten, bringt dies längst vergessene Gefühle zutage. Während die eingeschworene Freundesgruppe für eine Nacht alle Fahrgeschäften des ansonsten menschenleeren Freizeitparks nutzen darf, macht sich ein wortkarger Killer dieses Szenario zu eigen, um sein blutiges Werk zu verrichten.

Dann doch lieber zwei Stunden für eine mittelmäßige Achterbahnfahrt Schlange stehen
Wenn im Horrorthriller “Halloween Park” mal wieder kleingeistige Teenager*innen in einer isolierten Umgebung auf einen scheinbar unverwüstlichen Maskenmörder treffen, kann Simon Sandquist eigentlich direkt mal einen dicken, fetten Scheck in das Slasher-Phrasenschwein stecken. Sieht man einmal vom noch einigermaßen unverbrauchten Freizeitparksetting ab – (einigermaßen, weil: “Hell Fest”, “Zombieland” oder “Willy’s Wonderland”) – das der schwedische Regisseur für seine uninspirierte Killerhatz ausgewählt hat, erweist sich “Halloween Park” als reinstes Schaulaufen der Slasher-Klischees, ohne eigene Ideen, kreativen Input oder Gespür für Spannung. Wieso ausgerechnet der schwedische Slasher seinen Weg in die deutschen Lichtspielhäuser gefunden hat, bleibt in Anbetracht des chronischen Ideenmangels ein Rätsel.

Wer sich für einen Besuch im “Halloween Park” entscheidet, sollte beim Eintritt wenig überraschend zunächst einmal den Anspruch auf Logik an der Abendkasse abgeben. Dass die Protagonist*innen eines Slashers selten schlüssige Entscheidungen treffen, gehört mittlerweile ebenso zum guten Ton des Subgenres, wie sonstige Ungereimtheiten, lässt sich mit hohem Tempo, blutig-kreativen Kills und spaßigen Nervenkitzel jedoch leicht wieder ausgleichen. All das sucht man in “Halloween Park” vergebens. Gemordet wird einfallslos, meist blutarm oder direkt im Off, während dem potenziellen Rätselspaß rund um die wahre Identität des Killers eine permanent vorherrschende Vorhersehbarkeit im Weg steht.

Fazit
Ein blut- und spannungsarmer Slasher!
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