Konferensen – Kritik [Netflix / The Conference]

TitelKonferensen
Genre Horror, Komödie
Jahr2023
FSK16
RegiePatrik Eklund

Starttermin: 13.10.2023 / Netflix

Am Freitag, den 13. wird es blutig auf Netflix

Getreu dem Motto, was die können, das können wir schon lange, liefert Netflix mit der schwedischen Slasherkomödie „Konferensen“ nur wenige Tag nach der Veröffentlichung des spaßigen Amazon Originals „Totally Killer“ ihre eigene Interpretation eines maskierten Messerschwingers. Statt auf Teenager*innen hat es dieser zur Abwechslung mal auf die korrupte Belegschaft einer kleinen Gemeinde abgesehen, die bei einem Betriebsausflug mit Sommercamp-Vibe in guter alter “Freitag, der 13”-Manier nach und nach über die Klinge springen müssen – oder wahlweise das Rotorblatt eines Motorboots…

Konferensen ©Robert Eldrim/Netflix

Und darum geht es…

Nach den langwierigen Strapazen bei der Planung eines neuen Einkaufszentrums braucht die Belegschaft einer schwedischen Gemeindeverwaltung erst einmal eine kleine Auszeit. Um das kurz vor dem Abschluss stehende Projekt zu feiern und das angespannte Verhältnis untereinander wieder etwas aufzulockern, geht es für Lina (Katia Winter), Jonas (Adam Lundgren) und Co. in ein abgelegenes Tagungshotel für eine Teambuilding-Veranstaltung mit gemeinsamen Spielen, Partys und Alkohol. Eigentlich genau das richtige Ambiente für ein Näherzusammenrücken, wären da nicht die zwielichtigen Geschäftsmethoden die Stück für Stück ans Licht kommen und, noch viel schlimmer, ein ziemlich verstimmter Killer, der so gar nicht erfreut ist, über ihre Anwesenheit!

Konferensen ©Robert Eldrim/Netflix

Jason vs. Korruption auf kommunaler Ebene

Dass “Konferensen” ausgerechnet heute, am Freitag, den 13. auf Netflix erscheint, dürfte wohl ebenso wenig ein Zufall sein, wie die Verortung des blutigen Treibens an eine Lokation, die mit ihrer Nähe zum See und dem Ferienlager-Ambiente natürlich unbestreitbaren an den Klassiker angelegt ist. Die schwedische Horrorkomödie orientiert sich dabei stark an die bereits seit rund 50 Jahren bestehenden Gepflogenheiten des Slasherfilms – alles begann 1974 mit Bob Clarks Jessys “Die Treppe in den Tod” – und mischt dem Morast aus Blut und Eingeweiden eine ordentliche Portion schwarzen Humor und ein wenig Gesellschaftskritik bei.

Konferensen ©Robert Eldrim/Netflix

Aus barbusigen Teenies werden zugeknöpfte Gemeindeangestellte: Wer sich schon immer mal gefragt hat, was wohl passiert, wenn sich die Belegschaft der Workplace-Sitcom “Parks and Recreation” für einen Betriebsausflug an den Crystal Lake entscheidet, bekommt mit “Konferensen” die blutige Antwort serviert. Das Ergebnis ist natürlich bei weitem nicht so lustig, wie dieser Vergleich zunächst erahnen lässt, bietet dank des alles andere als zimperlichen Gewaltgrades und der rasanten, von kreativem Kill zu kreativem Kill hetzenden zweiten Hälfte einen hohen Unterhaltungswert. Bis zu diesem Zeitpunkt hat das Netflix Original jedoch mit einigen Startschwierigkeiten zu kämpfen. Denn während die Fülle an verschiedenen Charakteren dem Killcount mehr als zugutekommt, bringt der horrende Figurenüberhang auch seine Probleme mit sich.

Konferensen ©Robert Eldrim/Netflix

Fazit

„Konferensen“ bietet all das, was das Slasher-Herz höher schlagen lässt!

Bewertung: 3.5 von 5.

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