| Titel | River |
| Genre | Komödie, Sci-Fi |
| Jahr | 2023 |
| FSK | nicht geprüft |
| Regie | Junta Yamaguchi |
„River“ ist im Rahmen des WEIRD WEEKENDER International Genre Film Festivals zu sehen.
Zweiminütig grüßt das Murmeltier… und jeder nimmt’s wahr!
Nach dem drei Jahre zuvor präsentieren „Beyond the Infinite Two Minutes“ über einen zwei Minuten in die Zukunft blickenden Live-Video-Feed zwischen Café und darüberliegender Wohnung, der trotzt begrenztem Budget und Setting zur innovativsten Zeitschleifenkomödie der vergangenen Jahrzehnte avancierte, beweisen uns Regisseur Junta Yamaguchi und Drehbuchautor Makoto Ueda mit ihrem zweiten Zweiminuten-Spaß auf’s Neue, dass sie zu den kreativsten Filmemachern der Gegenwart gehören.
Und darum geht es…
„River“ spielt in einem traditionellen japanischen Gasthaus mit titelgebendem Fluss, in dem die Belegschaft erkennt, dass sie in einer Zeitschleife gefangen ist und sich daran erinnern kann, was bei jedem Zurücksetzen passiert. Gemeinsam suchen Gäste und Personal nach einer Lösung, was sich als schwierig erweist, wenn sie zwischen Stockwerken und Gebäuden hin und her wechseln müssen, nur um ein zweiminütiges Gespräch zu führen.

Jeder Reset eine neue Idee
Es ist ein unterhaltsames Erlebnis, die sonderbaren Figuren in humorvoller Weise miteinander interagieren zu sehen. Mit jedem Reset wird die Situation in „River“ dramatischer, bevor die Figuren sich genau dort wiederfinden, wo sie begonnen haben. Die Besetzung, wovon einige auch in „Beyond the Infinite Two Minutes“ auftraten, sorgt für die nötige Dynamik, sodass es trotz Repetition in diesen kurzweiligen 86 Minuten niemals langweilig wird. Die als lebensecht einprägsamen Figuren haben zwar zu kurz geratene und ungelöste Nebengeschichten, doch sie spielen wunderbar gegeneinander, was für hohen Unterhaltungswert und Glaubwürdigkeit im Fantastischen sorgt.

Angesichts der derzeitigen Zeitschleifenpopularität, sind es der feine Humor und die originellen Entscheidungen, die den Reiz von „River“ auszeichnen. Die Macher bestätigen erneut, dass Einfallsreichtum statt Budget entscheidend ist. Darüber hinaus liegt die Stärke von „River“ darin, wie die Figuren sich anhand ihrer Konflikte einschätzen und entwickeln. Die Auflösung fällt zwar absurd aus, kommt dem ohnehin mit einer Fantasie-Grundprämisse ausgestatteten „River“ aber zugute. Vom technischen Aspekt sind Kamera und Schnitt lobenswert, vor allem wenn man bedenkt, wie viele Takes alle zwei Minuten im Trackingshot komponiert wurden. Das gesamte Team verdient höchsten Respekt für dieses filmische Unterfangen. Yamaguchi und Ueda ist zum zweiten Mal eine einfallsreiche und herzerwärmende Sci-Fi-Comedy gelungen, und man darf gespannt sein, wie das Team in Zukunft mit der Zeit spielen wird.

Fazit
Ein ideenreiches und emotionales Sci-Fi-Comedy-Meisterwerk vor Jahresende!
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