UFO Sweden [2022] Kritik

TitelUFO Sweden
Genre Action, Sci-Fi
Jahr2023
FSK12
RegieVictor Danell

Heimkinostart: 13.07.2023

Ein nostalgischer Trip in die 90er!

Um außerirdische Lebensformen ranken sich seit jeher die krudesten Theorien. Doch auch abseits von angeblichen Beweise des Unerklärlichen in Form von verschwommenen Lichtbildaufnahmen und verpixelten Camcorder-Videos gibt es ernstzunehmende, wenn auch wissenschaftlich eher belächelte Organisationen, die sich mit Unbekannten Flugobjekten, also UFOs, auseinandersetzen. Unter Ufologie versteht man die Studie von UFOs und den damit verbundenen Phänomen. Sie umfasst das Sammeln und Analysieren von Berichten von UFO-Sichtungen, Fotos und Videos und Forschungen von möglichen Erklärungen. In „UFO Sweden“ begleiten wir eine dieser Organisationen…

UFO Sweden ©Euro Video

Und darum geht es…

Denise ist bei einer Pflegefamilie aufgewachsen. Ihr Vater war Wissenschaftler und glaubte fest an die Existenz von außerirdischen Lebensformen. Eines Tages verschwand er spurlos, weshalb sich die rebellische Teenagerin auch sicher ist: Er wurde von einem UFO entführt und ist entgegen der Behauptung der Bevölkerung noch lange nicht tot. Gemeinsam mit der wissenschaftlichen Vereinigung UFO Sweden, die unerklärliche Sichtungen von Flugkörpern erforscht, setzt Denise alles daran, ihren Vater zu finden… 

UFO Sweden ©Euro Video

Die schwedische Antwort auf „Akte X“ und „Stranger Things“

Die Kino-Zuschauerschaft liebt es, in der Vergangenheit zu schwelgen. Grund genug für das schwedische Sci-Fi-Abenteuer „UFO Sweden“, sich auch einen Platz in der ersten Reihe zu sichern und auf die zwar niemals abebben, aber doch ziemlich tot gerittene Nostalgiewelle aufzuspringen. Nachdem das 1980er-Feeling dank des Netflix-Hits „Stranger Things“ bereits ausgiebig reproduziert wurde, geht es dieses Mal zurück in die 90er; zu den 56k-Modems, Discmans und Game Boys; zu allem eben, was dieses Jahrzehnt so geprägt hat. Ein sphärischer Synthe-Score darf dabei ebenso wenig fehlen, wie der permanente Einsatz von Lens Flare Effekten – soweit so gut, so wenig innovativ. Das Ergebnis ist ein Retro-Abenteuer à la Spielberg trifft „Akte X“ – nur ohne dabei ein ähnliches Gefühl auszulösen, wie die großen Vorbilder.

UFO Sweden ©Euro Video

Während die Erfolgsserie „Stranger Things“ selbst für jüngere Semester ein authentisches 80er-Jahre-Feeling erzeugen konnte, dürften bei „UFO Sweden“ selbst diejenigen, die die 90er miterlebt haben, wenig bekommen, in dem sie schwelgen können. Trotz handwerklichem Geschick und dem hohen Produktionsstandard, fehlt es „UFO Sweden“ an Charme und Esprit, an Charakteren, mit denen man mitfiebert, Leichtigkeit und Frische und ansteckendem Enthusiasmus. Das Problem beginnt bereits bei Denise, als Protagonistin. Als überambitionierte Teenagerin mit Drang zum Abenteuer ist sie eher nervtötend, als dass sie die Sympathien auf ihrer Seite ziehen würde. Und so nimmt die Ereignislosigkeit ihren Lauf und entwickelt sich zu einer nett gemachten Geduldsprobe… 

UFO Sweden ©Euro Video

Fazit

Ein Retro-Abenteuer à la Spielberg – nur ohne dessen Charme und Esprit!

Bewertung: 2 von 5.

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