The Seed [2021] Kritik

TitelThe Seed
Genre Sci-Fi, Horror, Komödie
Jahr2021
FSK16
RegieSam Walker

Heimkinostart: 29.06.2023

Sommer, Sonne, Sci-Fi-Horror

Die Romane und Kurzgeschichten des Schriftstellers H. P. Lovecraft gehören schon lange zu den einflussreichsten Werken, wenn es um die Realisierung von außergewöhnlichen Horrorgeschichten auf der Kinoleinwand geht. Neben direkten Adaptionen seiner Schriften, wie beispielsweise im Falle des Sci-Fi-Horrors “Die Farbe aus dem All”, standen seine mystischen Kreaturen und schleimig-ekligen Sci-Fi-Szenarien bereits oft Pate für eigene Visionen und Erzählungen ambitionierter Filmemacher*innen (“Glorious”). Auch Sam Walker ließ sich für seinen schwarzhumorigen Cosmic-Horror “The Seed” offenkundig vom Schöpfer des Cthulhu-Mythos inspirieren und kann dabei durchaus positive Akzente setzen.

The Seed ©Plaion Pictures

Und darum geht es…

Das war’s dann wohl mit Sommer, Sonne und Party. Heather, Deidre und Charlotte werden jäh aus ihrem feuchtfröhlichen Mädels-Wochenende herausgerissen, als im Rahmen eines einmaligen Meteoritenschauers am Himmel plötzlich ein glibberiges seltsames Wesen im Pool ihres abgelegenen Sommerhauses landet. Als sich das auf den ersten Blick ziemlich tot wirkende Geschöpf doch noch zaghaft bewegt, beschließen die Freundinnen, es aus dem Weg zu schaffen. Dass das Handynetz seit dem ungewöhnlichen Einschlag nicht mehr funktioniert und auch sonst niemand in der Pampa anzutreffen ist, erweist sich dieses Vorhaben als äußerst kompliziert. Und so nimmt das Schicksal seinen blutigen Lauf…

The Seed ©Plaion Pictures

Ein Sonnenbad à la H. P. Lovecraft

Dass „The Seed“ nicht sofort bei jedem Horrorfilmfan auf ungeteilte Gegenliebe stoßen wird, ist bei der Art und Weise, wie Sam Walker seine Geschichte über den schleimigen, außerirdischen Besucher aufzieht, vorprogrammiert. Auch wenn sich der Genrefilm klar in die Schublade des kosmischen Horrors packen lässt, setzt der britische Regisseur lange Zeit auf die Gruppendynamik innerhalb des Dreiergespanns, die, begleitet von humoristisch-satirischen Untertönen, erst im großen Ekel-Finale die volle Kraft des lovecraftschen Wahnsinns entfesselt. Dass die ersten zwei Drittel nicht frei von Längen sind und der Plot stellenweise stagniert, kann „The Seed“ auf der inszenatorischen Ebene wieder ausgleichen.

The Seed ©Plaion Pictures

Angefangen bei der herrlich trashigen, irgendwie auch seltsam niedlichen, animatronischen Puppe, der nicht näher benannten Kreatur, über den stimmigen Score bis hin zur sommerlich-leichten und schön fotografierten Kulisse macht „The Seed“ trotz des minimalen Budgets einiges her. Wenn die heiteren Bilder gegen Ende einem finsteren Morast aus Body Horror und psychedelischen Rausch weichen, kann Walker endlich auch in Sachen Horror seine Karten ausspielen. Wer sich mit der behäbigen Gangart arrangieren kann und sich auf die teilweise nahe an der Karikatur agierenden Figuren einlässt, bekommt mit „The Seed“ einen experimentierfreudigen Ausflug in die Gefilde des Oldschool Sci-Fi-Horrors geboten, der trotz diverser Schwächen einen positiven Eindruck hinterlässt!

The Seed ©Plaion Pictures

Fazit

Ein spaßiger Genre-Mix mit einer guten Portion Bodyhorror!

Bewertung: 3 von 5.

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