Savage Days [2021] Kritik

TitelSavage Days
Genre Drama, Romanze
Jahr2021
FSK16
RegieDavid Lanzmann

Heimkinostart: 12.05.2023

Sie liebt den Dealer!

Prostitution und Drogenhandel sind beides komplexe Themen, die oft mit Vorurteilen und negativen Assoziationen einhergehen. Doch was verbindet diese zwei im Grunde so unterschiedlichen Aktivitäten? In der Regel ist es Geld. Während es bei den Köpfen dahinter, um den reinen Profit geht, ist es für die, die die Tätigkeit ausüben meist das eigene Überleben oder die fehlenden Chancen auf ein besseres Leben, die als Motivation dienen – so auch in „Savage Days“…

Savage Days ©Busch Media Group

Und darum geht es…

Die hübsche Eva ist in finanziellen Nöten und lässt sich daher auf einen sexuellen Deal mit einem reichen Investmentbanker ein. Doch dann verliebt sie sich in den ambitionierten Drogendealer Manu. Geldgier, Lügen und feurige Obsessionen führen zu einer fatalen Eskalation der Dreiecksbeziehung. (Busch Media Group)

Savage Days ©Busch Media Group

Drogen, Sex & echte Liebe!(?)

Schnelle Schnitte, nervöse Synthesizer und eine dynamische Kamera, die sich unvermittelt an seine Figuren anheftet, als wäre sie gerade frisch aus einem Third-Person-Shooter entsprungen. „Savage Days“ eröffnet mit einer Titelsequenz, die Lust auf mehr macht und schon früh auf einen rastlosen Ritt durch das Nachtleben einstimmt – nur ohne dieses Versprechen je einzulösen. Die interessanten Stilmittel der ersten Minuten werden schnell wieder fallen gelassen und kommen auch im späteren Verlauf viel zu selten zum Einsatz. Statt sich dem Bilderrausch hinzugeben, gibt sich „Savage Days“ seinem Daily-Soap-Charakter geschlagen und dümpelt fortan eher orientierungslos vor sich hin.

Savage Days ©Busch Media Group

Trotz einer unheilvollverheißenden Dreiecksbeziehung und einer im kriminellen Milieu angesiedelten Geschichte, hat „Savage Days“ inhaltlich nicht viel mehr als oberflächliche Konflikte zu bieten, die man in dieser Form auch in jeder x-beliebigen Seifenoper zu sehen bekommt. Dem gegenüber steht das immer wieder ein gewisses Genie aufblitzen lassende Spiel mit den Bildern und der musikalischen Untermalung. Immer wenn sich die Kamera in den sinnlichen Gesichtszügen seiner Hauptdarstellerin Lola Aubrière verliert, oder sich für schummrige Momentaufnahmen in das Nachtleben stürzt, ist „Savage Days“ am stärksten. Was bleibt, ist eine Crime-Romanze, die einen großen Teil ihres Potenzials ungenutzt lässt.

Savage Days ©Busch Media Group

Fazit

Eine durchwachsene Crime-Romanze!

Bewertung: 2.5 von 5.

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