| Titel | Prison 77 – Flucht in die Freiheit |
| Genre | Drama |
| Jahr | 2022 |
| FSK | 16 |
| Regie | Alberto Rodríguez Librero |
Heimkinostart: 27.04.2023
Gefängnisdrama mit „Haus des Geldes“-Star Miguel Herrán
Vom lokalen Serien-Darsteller zum weltbekannten Superstar: Netflix macht’s möglich! Auch wenn Miguel Herrán in seiner noch jungen Karriere ausschließlich in spanischen Produktionen zu sehen war, sind seine weichen Gesichtszüge dank der Beteiligung an Netflixs spannungsgeladener Erfolgsserie “Haus des Geldes” und der ebenfalls für den Streamingdienst produzierten Teenieserie “Élite” auf dem gesamten Globus bekannt. Dieser Status dürfte durchaus dazu beitragen, dass das mit Herrán in der Hauptrolle besetzte Gefängnisdrama “Prison 77 – Flucht in die Freiheit” definitiv sein Publikum finden wird.

Und darum geht es…
Spanien 1977, kurz nach dem Ende der Schreckensherrschaft von Diktator Franco: Manuel, ein junger Buchhalter, der wegen Unterschlagung inhaftiert ist, wartet im Gefängnis auf seinen Prozess. Während im ganzen Land demokratische Bewegungen zu spüren sind, herrscht in Spaniens Zuchthäusern nach wie vor die Diktatur der Wärter. Manuel und sein Zellengenosse Pino schließen sich mit anderen Knastinsassen zusammen und kämpfen gemeinsam für bessere Haftbedingungen. Da sie aufgrund ihres Widerstandes immer wieder schwer bestraft werden, planen Manuel und Pino einen lebensgefährlichen Ausbruch. (Plaion Pictures)

Das spanische „Papillon“
Angesiedelt in den späten 70er Jahren Spaniens, erzählt “Prison 77 – Flucht in die Freiheit” die wahre Geschichte der Flucht von 45 Häftlingen aus dem Modelo-Gefängnis in Barcelona. Trotz diverser Aufstände lehnte die spanische Regierung die Amnestie, also die Möglichkeit auf vollständige oder teilweise Strafmilderung für bereits inhaftierte Verurteilte ab. Stilistisch orientiert sich das Gefängnisdrama stark an das 2017 erschienene “Papillon”-Remake mit Charlie Hunnam und Rami Malek und wandert dabei auch erzählerisch auf ähnlichen Pfaden. Anders als das US-amerikanische Vorbild – wobei das natürlich eher das Original aus dem Jahre 1973 sein dürfte – fehlt es dem spanischen Drama am notigen Fingerspitzengefühl bei der Charakterisierung seiner Figuren…

…und so entpuppt sich “Prison 77 – Flucht in die Freiheit” trotz solidem Cas als etwas oberflächliche Angelegenheit. Auch wenn das Publikum keine wegweisenden Performances erwarten darf, machen der “Haus des Geldes”-Star Miguel Herrán und seine Co-Darsteller*innen ihre Sache durchaus gut. In seiner Eigenschaft als kompetent gefilmter und überzeugend gespielter Knastfilm weiß “Prison 77 – Flucht in die Freiheit” tatsächlich geschickt seine Stärken auszuspielen – und doch hat man diese Art Film in einer ähnlichen Form einfach schon zu oft und auch besser gesehen.

Fazit
Solides Gefängnisdrama nach wahren Begebenheiten!
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