| Titel | The Kindred – Tödliche Geheimnisse |
| Genre | Mystery, Horror |
| Jahr | 2021 |
| FSK | 16 |
| Regie | Jamie Patterson |
Heimkinostart: 24.03.2023
Ein böses Erwachen!
Stell dir vor, ein schmerzhafter Unfall ist das Letzte an das du dich erinnerst, bevor du in einem sterilen Krankenhauszimmer aufwachst,nur um dann zu erfahren, dass dies nicht erst vor wenigen Stunden, sondern einem ganzen Jahr passiert ist. In Jamie Pattersons übernatürlichem Horrorfilm „The Kindred – Tödliche Geheimnisse“ wird dieses Szenario für eine junge Frau zur Realität. Doch schon bald muss sie feststellen, dass dies im Vergleich zu den noch bevorstehenden sowohl übernatürlichen als auch irdischen Schrecken das geringste Übel ist…

Und darum geht es…
Als Helen aus dem Koma erwacht, stellt sich heraus, dass sie die einzige Person ist, die den Selbstmord ihres Vaters bezeugen kann und sie Mutter eines Kindes ist, an das sie keine Erinnerung hat. Sie erforscht die Vergangenheit ihres Vaters und stößt dabei auf mehrere Fälle von Kindesmissbrauch, die Jahrzehnte zurück liegen. Hat ihr Vater ein Doppelleben als Kindermörder geführt? (Lighthouse Film)

Psychologischer Mysteryhorror auf Sparflamme
Auch wenn sich „The Kindred – Tödliche Geheimnisse“ Horror groß auf die Fahne schreibt, ist von eben jenem recht wenig zu spüren. Trotz einiger plumper Versuche, mit altbackenen Schockmomenten ein Gefühl von Horror zu erzeugen, spielt der Schrecken eine eher untergeordnete Rolle und kann sich nur in den seltensten Fällen entfalten. Das sich die Geschichte stattdessen vielmehr für die Traumabewältigung seiner Protagonistin zu interessieren scheint, klingt zunächst nach einer löblichen Prämisse, scheitert jedoch am dürftigen Skript. Für ein ernstzunehmendes Drama fehlt es „The Kindred – Tödliche Geheimnisse“ schlicht und ergreifend an Tiefgang und ausgefeilten Charakteren. Diese handeln selten nachvollziehbar und folgen größtenteils generischen Mustern des Genres, was es dem Publikum wiederum schwer macht, sich in die Situation hineinzuversetzen.

Trotz der offensichtlichen Kritikpunkte macht „The Kindred – Tödliche Geheimnisse“ zu Beginn tatsächlich vieles richtig. Das Mysterium sowie die rätselhaften Ereignisse bieten lange Zeit genügend Spannung, um das Publikum bei der Stange zu halten. Was ist wirklich in der verhängnisvollen Nacht geschehen? Was hat es mit dem Selbstmord von Helens Vater auf sich? Und wie hängen diese mit ihrer Kindheit in Verbindung? Die enttäuschende Auflösung und die wenig effektiven Bemühungen über unnötige Jumpscares eine zusätzliche Ebene des Horrors zu etablieren, schmälern selbst diese positive Entwicklung. Somit ist „The Kindred – Tödliche Geheimnisse“ als übernatürlicher Mysteryhorror letztlich nur bedingt geglückt.

Fazit
Enttäuschender Horror vom Fließband!
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