Emergency Declaration [2021] Kritik

TitelEmergency Declaration
Genre Thriller
Jahr2021
FSK16
RegieJae-Rim Han

Heimkinostart: 23.03.2023

Virus-Thriller in luftiger Höhe 

Mit seinem Old-School-Katastrophenfilm “Emergency Declaration” gelang dem südkoreanischen Filmemacher Jae-Rim Han ein beachtlicher Erfolg an den Kinokassen seines Heimatlandes. Mit einer kleinen Verzögerung gibt es den spannungsgeladenen Kassenschlager bald auch im deutschen Heimkino zu bewundern. Auch wenn der Thriller mit einigen erzählerischen Problemen zu kämpfen hat, sollte man vor allem als Genre-Fan einen Blick riskieren – alleine schon wegen des nostalgischen Gefühls an eine noch gar nicht so weit in der Vergangenheit liegende Zeit als diese Art von Film sein Hoch erlebte!

Emergency Declaration 2021 ©Plaion Pictures

Und darum geht es…

Sergeant Koo In-ho geht einem Hinweis über einen jungen Mann nach, der mit einem Terroranschlag auf ein Flugzeug droht. Bei seinen Ermittlungen stellt er fest, dass sich der Verdächtige bereits an Bord von Maschine KI501 nach Hawaii befindet. Schon kurz nach dem Start stirbt einer der Passagiere auf mysteriöse Art und Weise. Angst und Chaos greifen um sich, nicht nur an Bord der Maschine, sondern auch an Land. Gemeinsam mit der Ministerin Sook-hee und ihrem Krisenstab sucht Sergeant Koo In-ho am Boden verzweifelt nach einem Ausweg aus der Katastrophe und einer Möglichkeit, das Flugzeug zu landen… (Plaion Pictures)

Emergency Declaration 2021 ©Plaion Pictures

Spannungskino aus Südkorea

Wenn Hollywood kein Interesse mehr an spannungsgeladenen Katastrophenthrillern zu hegen scheint, dann muss es halt jemand anders machen. Mit “Emergency Declaration” dürfen sich Fans von Filmen wie “Outbreak – Lautlose Killer” oder “Turbulence” endlich wieder am Gefühl des astreinen 90er-Jahre Spannungskinos erfreuen. Der südkoreanische Virus-Thriller nimmt das Publikum mit an Bord einer vollbesetzten Passagiermaschine, in der sich ein Virus rasend schnell verbreitet und überzeugt dabei mit authentischem Setting und ansteckender Hysterie – zumindest punktuell. Nach einem rastlosen Auftakt, der die Spannungsschraube konsequent anzieht, verliert sich der südkoreanische Thriller ein wenig in Nebensächlichkeiten, ehe er sich am Ende wieder fangen kann.

Emergency Declaration 2021 ©Plaion Pictures

Mit „Parasite“-Darsteller Kang-Ho Song, und dem aus der überaus erfolgreichen Netflix-Serie „Squid Game“ bekannten Byung-Hun Lee ist „Emergency Declaration“ durchaus namhaft, aber auch fähig besetzt. Sieht man von einigen konstruiert wirkenden Ergebnisse ab, wirkt sogar das Virus-on-a-Plane Szenario glaubwürdig und überraschend realistisch, was der Spannung ebenfalls überaus dienlich ist und zum Mitfiebern einlädt. Wenn die Handlung das Flugzeug jedoch zugunsten der Geschehnisse auf dem Erdboden immer wieder verlässt, verwässert dies die klaustrophobische Stimmung merklich . Dadurch zieht sich gerade der Mittelteil deutlich und offenbart ein weiteres Problem, mit dem „Emergency Declaration“ zu kämpfen hat: Der Flugzeug-Thriller ist nämlich knapp eine halbe Stunde zu lang geraten – sehenswert ist er trotzdem!

Emergency Declaration 2021 ©Plaion Pictures

Fazit

Ein südkoreanischer Thriller auf den Spuren des Katastrophenfilms der 90er!

Bewertung: 3 von 5.

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