| Titel | Sharper |
| Genre | Thriller |
| Jahr | 2023 |
| FSK | 16 |
| Regie | Benjamin Caron |
Apple TV+ Start: 17.02.2023
Wer haut hier eigentlich wen übers Ohr?
Seit wenigen Tagen gib es einen, mit Justice Smith, Briana Middleton, Sebastian Stan und Julianne Moore erstklassig besetzen Trickbetrugs-Thriller auf AppleTV+ zu sehen. Wieso man sich den von A24 produzierten „Sharper“ auf keinen Fall entgehen lassen sollte, erfahrt Ihr in der heutigen Review!

Und darum geht es…
In Sharper, einem Neo-Noir-Thriller über Geheimnisse und Lügen in den Schlafzimmern, Bars und Chefetagen von New York City, ist niemand, wer er zu sein scheint. Die Protagonisten kämpfen in einem riskanten Spiel voller Ehrgeiz, Gier, Lust und Eifersucht um Wohlstand und Macht – spannend und fesselnd bis zum letzten Moment. (AppleTV+)

Nichts ist wie es scheint
Trickbetrug als Aufhänger für einen rastlosen Thriller voller Wendungen und Unsympathen. Eingeteilt in vier Kapitel arbeitet sich Regisseur Benjamin Caron rückwärts durch eine verwinkelte Scharade mit zwielichtigen Figuren, undurchsichtigen Motiven und spannenden Hintergrundgeschichten. Was als süße, kleine Großstadt-Romanze aus dem Bilderbuch beginnt, entwickelt sich mehr und mehr zu einem hypnotischen Thriller-Erlebnis, das trotz des gemächlichen Tempos von einer unruhigen Rastlosigkeit begleitet wird. Während der Plot allerhand Unvorhersehbares parat hält, ist die Leistung des namhaften Casts wenig überraschend. Vor allem Sebastian Stan und Julianne Moore stechen aus dem starken Darsteller*innen-Ensemble heraus und verleihen der nicht immer logischen Handlung die nötige Glaubwürdigkeit.

Erwarte das Unerwartete! Auch wenn “Sharper” erzählerisch lange Zeit vieles richtig macht, stellt sich der Thriller mit dem übereifrigen Hakenschlagen innerhalb der komplexen Geschichte auf den letzten Metern doch noch selbst ein Bein – wenn auch nicht nachhaltig negativ. In knapp zwei Stunden Laufzeit weist “Sharper” mehr Twists auf als die gesamte Filmografie des “Knock at the Cabin”-Regisseurs M. Night Shyamalan, erzeugt dadurch gegen Ende jedoch den gegenteiligen Effekt einer Überraschung und macht gerade die finale Finte zu einem leicht zu durchschauenenden Täuschungsmanöver. Auf den hohen Unterhaltungswert des überaus ästhetisch fotografierten Thrillers wirkt sich dies jedoch nur marginal aus. Sehenswert!

Fazit
Ein rastlose Ansammlung von überraschenden Wendungen mit starkem Cast!
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