| Titel | Knock at the Cabin |
| Genre | Mystery, Horror |
| Jahr | 2023 |
| FSK | 16 |
| Regie | M. Night Shyamalan |
Kinostart: 09.02.2023
Knock, knock! Who’s there?
An der Filmografie des “Unbreakable”-Regisseurs M. Night Shyamalan scheiden sich die Geister. Während sich das Publikum bei seinem großen Durchbruch “The Sixth Sense” noch einig und überaus begeistert zeigte, stießen die späteren Werke nicht immer auf Gegenliebe. Für ähnlich zwiespältige Gefühle wie die gesamte Karriere des ambitionierten Filmemachers dürfte auch sein jüngster Streich, der apokalyptische Mysteryfilm „Knock at the Cabin“, sorgen.

Und darum geht es…
Es soll eine Auszeit vom Alltag für die Familie sein – der Urlaub in der einsam gelegenen Holzhütte, abgeschnitten von der Außenwelt. Doch dann tauchen vier unheimliche Fremde auf und zwingen sie zu einer unmöglichen Entscheidung: Was – und wen – sind sie bereit zu opfern, um das Ende der Welt abzuwenden? (Universal Pictures)

Ein Opfer für die Menschheit!
Wie schon bei seinem letzten, von der breiten Masse eher mäßig aufgenommenen Kinofilm “Old” – eine Meinung, von der sich der Autor dieser Zeilen entschieden distanziert – setzt der Meister der unvorhersehbaren Wendungen auch hier wieder auf die Faszination des Mysteriösen! Und das funktioniert lange Zeit auch verdammt gut! Inszenatorisch holt Shyamalan das Maximum aus seinen beengten Kulissen heraus und unterstreicht mit geschickt gewählten Perspektiven und Kameraeinstellungen die ausweglose Situation der Charaktere. Freiwillig handeln hier nämlich selbst die „Bösen“ nicht.

Wer hätte gedacht, dass sich gerade der „Guardians of the Galaxy“-Hühne Dave Bautista als absoluter Szenendieb herausstellt. Als Anführer Leonhard kombiniert er brachiale Körperlichkeit mit fragiler Verletzlichkeit und übertrumpft dabei mit Leichtigkeit seine solide agierenden Co-Stars. Was „Knock at the Cabin“ trotz dichter Atmosphäre und fesselnder Mystery dann am Ende doch noch ein wenig das Genick bricht, sind die diversen Ungereimtheiten im Skript. Diese nehmen mit fortlaufender Spielzeit immer mehr Raum ein und wirken sich unweigerlich auf den Sehgenuss aus. Auch Shyamalans Hang zur Übertreibung, wenn es um Symbolik und die Überbringung seiner Botschaft geht, macht sich im Schlussdrittel negativ bemerkbar. Ein bisschen doof ist das schon, aber eben auch sehr unterhaltsam!

Fazit
Solide Mystery vom Fachmann M. Night Shyamalan höchstpersönlich!
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