Über die Filmografie des Martial-Arts erprobten Briten Jason Statham lässt sich streiten. Doch sobald der Name Guy Ritchie mit ins Spiel kommt, ist das Duo eigentlich fast immer ein Garant für gute Unterhaltung. Umso enttäuschender fiel die letzte Zusammenarbeit der beiden, der generische Actionthriller „Cash Truck“ aus. Zum Glück kann Ritchie mit der dialoglastigen Actionkomödie „Operation Fortune“ wieder zu alten Stärken zurückfinden und seinen glatzköpfigen Star die perfekte Bühne bieten, um in kurzweiligen zwei Stunden zu glänzen!

Handlung
Ein internationaler Geheimdienst benötigt die Hilfe des renommierten Undercover-Agenten Orson Fortune (Jason Statham), um einen gestohlenen, hochmodernen Waffenhandel zu stoppen. Fortune wird mit einem Team von Spezialisten zusammengestellt, darunter der Technikgenie Sarah Fidel (Aubrey Plaza) und der Waffenexperte JJ (Bugzy Malone). Gemeinsam verfolgen sie den skrupellosen Waffenhändler Greg Simmonds (Hugh Grant), der die Welt ins Chaos stürzen könnte. Um Simmonds zu infiltrieren, müssen Fortune und sein Team nicht nur deren Machenschaften aufdecken, sondern auch das Vertrauen des kriminellen Netzwerks gewinnen. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt…

Kritik
Auch wenn „Operation Fortune“ nicht ganz an die Klasse von Guy Ritchies „The Gentleman“ herankommt – eine haarscharfe Angelegenheit – findet der „Snatch“ -Regisseur in seinem neuen Kinofilm zu alten Stärken zurück. Obwohl die Action – handgemacht und wertig – ebenfalls eine wichtige Rolle spielt, gehört den schneidigen Dialogen das Hauptaugenmerk, die, vorgetragen aus den Mündern der spielfreudigen Darsteller*innen umso mehr verzücken. Mit trockenem Humor und scharfzüngigen One-Linern bieten sie dem spannenden Agenten-Plot ein überaus spaßiges Fundament.

Das Jahr 2023 ist noch keine Woche alt und schon haben wir einen Anwärter auf den besten Unterhaltungsfilm des Jahres! Die unverkennbare Handschrift Guy Ritchies harmoniert perfekt mit den klassischen Motiven des Agentenfilms. „Operation Fortune“ gibt seinem Cast genügend Raum, um sich entfalten zu können und hält mit Scenestealer Hugh Grant und dem ebenfalls gut aufgelegten Josh Hartnett darüber hinaus noch eine süß-amüsante Bromance parat, die immer wieder Erinnerung an die besten Momente aus „Massiv Talent“ weckt. Nach „Bullet Train“ aus dem vergangenen Jahr ist „Operation Fortune“ die nächste Blockbuster-Überraschung und der Beweis dafür, dass es zwischen all den ermüdenden Unterhaltungsfilmen doch noch echte Perlen gibt!

Fazit
So geht Kino!
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