Basierend auf dem gleichnamigen Bestseller-Roman der US-amerikanischen Autorin Delia Owens, erzählt „Der Gesang der Flusskrebse“ eine Geschichte über Naturverbundenheit, Liebe und Emanzipation.

Handlung
Von ihrer einst großen Familie ist Kya zwischenzeitlich niemand mehr geblieben. Sie lebt alleine in ihrem Elternhaus irgendwo in den Sümpfen des Marschlands im Einklang mit der Natur, die ihr alles bedeutet. Sie war noch ein kleines Mädchen als ihre Mutter, getrieben von den Wutausbrüchen ihres alkoholabhängigen Vaters, ihre Familie verlassen hat. Ihre Geschwister sollten es ihr in den folgenden Jahren gleich tun, bis Kya schließlich auch ohne ihren Vater alleine zurückbleibt. Als die Leiche eines jungen Mannes gefunden wird, fällt der Verdacht der Ermittler natürlich schnell auf die seltsame Eigenbrötlerin. Doch Kya beteuert ihre Unschuld…

Kritik
Die beeindruckenden Landschaftsaufnahmen des weitläufigen Marschlands von North Carolina sind definitiv was fürs Auge und der gar nicht mal so heimliche Star einer ansonsten eher unspektakulären Romanverfilmung. Während sich die sonnendurchfluteten Sümpfe und die dichten Wälder als perfektes Setting für ein atmosphärisches Filmerlebnis geradezu aufdrängen, bleibt „Der Gesang der Flusskrebse“ auf der erzählerischen Ebene unaufgeregt zurückhaltend. Auch wenn die überzeugende Hauptdarstellerin Daisy Edgar-Jones mit aller Kraft gegen den überfrachteten Plot ankämpft, fühlt sich das Kriminal-Drama oft erstaunlich banal an.

Die Gewichtung der einzelnen Motive, bestehend aus Kriminalgeschichte, Gerichtsdrama und Romanze, wirkt aufgrund der qualitativen Schwankungen in deren jeweiligen Erzählung recht unausgewogen. Während die Ermittlungsarbeit rund um einen durchaus mysteriösen Todesfalls, lediglich als Rahmenhandlung dient und nur einen kleinen Teil der Laufzeit einnimmt, positioniert sich, mit der oberflächlichen Liebesgeschichte, gerade der uninteressanteste Subplot prominent in den Vordergrund. Durch das Ausbleiben echter Emotionen wirkt die romantische Verbindung der Figuren in den seltensten Momenten nachvollziehbar. Dem gegenüber stehen diverse Rückblenden in Kyas harte Vergangenheit, die deutlich spannender und berührender geraten sind, dabei aber leider ein wenig zu kurz kommen.

Fazit
Ansprechend fotografierte Romanverfilmung!
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