Es gibt Filme, die auf eine nicht näher zu definierende Art und Weise und das, trotz offensichtlicher Schwachpunkte, eine Faszination ausstrahlen und dabei auch noch für solide Unterhaltung sorgen. Auch wenn der US-amerikanische Thriller „Obsession – Liebe ist ein gefährliches Spiel“ allerhand filmischer und erzählerischer Makel aufweist, hinterlässt er letzten Endes doch einen wesentlich weniger negativen Nachgeschmack, als man eigentlich annehmen dürfte. Das macht ihn für Freunde von seichter Thriller-Kost vielleicht gar nicht mal so uninteressant. Aber seht selbst…

Handlung
Auf der Suche nach Arbeit wandert Sonny von Stadt zu Stadt und versucht, seine dunkle Vergangenheit hinter sich zu lassen. Eines Nachts stolpert er auf dunkler Straße in einen Raubüberfall und rettet den alten Farmer George aus übler Lage, worauf ihm jener die Chance für einen Neuanfang bietet. Als Mechaniker beginnt Sonny auf Georges Hof zu arbeiten und unterstützt ihn bei der Verwirklichung seines großen Traums, das Farmgelände in eine lukrative Rennstrecke zu verwandeln. Als Sonny sich jedoch rettungslos in Georges junge Ehefrau Larissa verliebt, nehmen die Dinge eine dramatische Wende. Larissa hegt nämlich ganz andere Pläne, und Sonny, der ihrem erotischen Reiz schon bald voll und ganz verfallen ist, lässt sich auf einen teuflischen Pakt ein… (Quelle der Inhaltsangabe: Meteor Film)

Kritik
Eine verbotene Liebe, ein unerwünschter Ehepartner und ein perfider Plan, dessen Gelingen nicht nur ein glückliches Zusammensein, sondern auch großen Reichtum verspricht. Der Stoff aus dem True Crime Podcasts sind, in diesem speziellen Fall aber auch die Ausgangslage des Beziehungsthrillers „Obsession“, in dem ein wohlhabender Ehemann seiner Frau und dessen Geliebten ein Dorn im Auge ist – nicht aber sein Geld! Schade nur, dass abseits der kurzweiligen Erzählung – Langeweile kommt eigentlich nie auf – wenig gelingen mag.

Die Romanze zwischen dem Filmpaar – verkörpert von „8 Mile“-Star Mekhi Phifer und Elika Portnoj – will man den beiden „Verliebten“ irgendwie nie so richtig abnehmen. Das liegt zu gleichen Teilen am eher gelangweilten Schauspiel und dem eindimensionalen Skript, das sich lieber an bekannte Genre-Klischees entlanghangelt, als sich Zeit für seine Figuren zu nehmen. Am Ende ist „Obsession“ aber dann aber kurzweilig und fesselnd genug, um über die Defizite im Drehbuch hinwegsehen zu können. Wenn dann kurz vor dem Abspann noch ein fieser kleiner Schluss-Twist um die Ecke kommt, bestärkt es einen bei dem Gefühl – irgendwie hat das ganze ja doch Laune gemacht.

Fazit
Kurzweiliger, wenn auch einfach gestrickter Thriller!
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